So, 19. November 2017

Kinderwunsch

10.10.2017 10:33

Zwischen Hoffnung und Kummer

Viele Paare sehen ihre Beziehung erst durch ein Kind komplettiert. Bleibt der Wunsch nach Familie vorerst unerfüllt, wird das zur Belastungsprobe.

Paare empfinden ihre Kinderlosigkeit als äußerst belastend und leiden darunter. Für sie dreht sich schnell alles um die Frage "Warum klappt es nicht mit Nachwuchs?". Im Teufelskreis aus fehlschlagenden Versuchen und unerfüllter Sehnsucht entsteht zum Teil massiver Stress. Adrenalin und Noradrenalin greifen aber auch in den Haushalt der Geschlechtshormone ein und mindern die Fruchtbarkeit zusätzlich. Natürlich möchte man wissen, was die Ursache ist. Es folgen zahlreiche Untersuchungen. Das Warten auf die Ergebnisse wird von Sorgen überschattet.

Frauen und Männer gehen anders damit um
Zusätzlich belasten Fragen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, wann es denn so weit sei mit der eigenen Familie. Egal, ob man ausweichend antwortet oder ehrlich reagiert - traurig stimmt es so oder so. Für den Umgang mit der ungewollten Kinderlosigkeit ist eine gezielte psychologische Betreuung sinnvoll. Frauen suchen eher Hilfe, Männer leiden oft still.

Unerträglich auch der immer wiederkehrende Tipp, sich nicht auf den Kinderwunsch zu versteifen, da der Druck die Chancen noch verschlechtere. Dieser sicher gut gemeinte Ratschlag stürzt jedoch die Betroffenen in noch größeren Kummer. Und wenn sich rundherum der Kindersegen einstellt, schmerzt das auch.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Mein Enkel (1) ist abends oft sehr lange wach. Ich finde das nicht gut und denke, er braucht fixe Schlafenszeiten. Braucht es hier nicht mehr Konsequenz von seinen Eltern?

So individuell wie jedes Kind, so individuell ist auch sein Bedürfnis nach Schlaf. Es gibt keine fixe Regel, wann Kinder im Bett zu sein haben. Babys und Kleinkinder brauchen etwa 10 bis 15 Stunden Schlaf täglich. Wann sie tatsächlich müde werden, hängt aber letztlich auch von ihrem Tagesablauf und ihren Erlebnissen ab. Wenn es für die Eltern in Ordnung ist, sie es mit ihren eigenen Bedürfnissen nach Ruhe und auch der Terminplanung am nächsten Morgen vereinbaren können, spricht auch nichts dagegen, wenn ein Kind abends länger wach bleibt. Viel wichtiger als fixe Zubettgeh-Zeiten finde ich allabendliche Rituale der Ruhe: gemeinsames Zähneputzen, Pyjama anziehen, Geschichten lesen - all diese kleinen Abläufe sollten langsam das Schlafengehen einläuten und Kindern helfen, in den Schlaf zu finden. Geht es Kind und Eltern gut und werden die Bedürfnisse aller Familienmitglieder erfüllt, ist es durchaus okay, wenn ein Kind später schlafen geht. Die Zubettgeh-Zeit sagt nichts über die Qualität elterlicher Fürsorge aus!

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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