Mo, 18. Dezember 2017

Bub (9) im Koma

08.10.2017 18:58

Nach Unfall-Drama: Innenminister geschockt

Der Schock sitzt tief: Am Tag nach dem Unfalldrama von Kärnten, bei dem ein Cobra-Begleitfahrzeug des Innenministers in den Gegenverkehr gekracht war, hat Wolfgang Sobotka das Unfallopfer im Spital besucht. Der Familienvater ist schwer verletzt, sein neunjähriger Sohn liegt im künstlichen Tiefschlaf.

Der Innenminister war von einem Besuch beim Polizeiposten Griffen gekommen, als es passierte: Wildwechsel vor dem Dienstwagen, der Fahrer bremste, wich aus. Das nachfolgende Begleitfahrzeug - mit Personenschützern der Spezialeinheit Cobra besetzt - schaffte das nicht mehr.




Neunjähriger im künstlichen Tiefschlaf
Der Fahrer verriss den Audi A6, der Wagen krachte frontal gegen ein entgegenkommendes Auto: einen kleinen Opel Agila, besetzt mit einem 48-jährigen Klagenfurter und dessen neunjährigen Sohn. Die beiden wurden schwer verletzt, die Cobra-Männer kamen mit leichten Blessuren davon. Zwei Notärzte kümmerten sich um die Opfer; die Feuerwehr musste mit der Bergeschere eingreifen. Der Vater wurde ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt eingeliefert, der Sohn in die Kinderspezialabteilung des Wörthersee-Klinikums.

"Der Unfall wird im Auftrag der Staatsanwaltschaft jetzt von einem Sachverständigen untersucht", erklärt Polizeisprecher Dionisio - "ein üblicher Vorgang". Laut Zeugen sei der Dienstwagen mit Tempo 45 unterwegs gewesen, 80 wären an dieser Stelle erlaubt.

Wolfgang Sobotka sagte am Sonntag alle Termine ab und besuchte das 48-jährige Unfallopfer. Die größte Sorge gilt dessen Sohn. Der Bub liegt im künstlichen Tiefschlaf, sein Zustand sei aber stabil.

Hannes Mösslacher und Alexander Schwab, Kronen Zeitung

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