Mi, 21. Februar 2018

Beamte angeworben?

08.10.2017 09:13

Wie die FPÖ bereits die Machtübernahme plant

Dass die Freiheitlichen ob der Regierungs-Schlammschlacht bei der Wahl siegessicher sind, sollen jüngste blaue Aktivitäten im Innenministerium belegen. Demnach plant die FPÖ schon die Machtübernahme und bastelt an einem Schattenkabinett. Der blaue Stratege Herbert Kickl spricht gegenüber der "Krone" von "losen Gesprächen", Parteichef Heinz-Christian Strache sieht "Dirty Campaigning".

Strache hat ja das Sicherheitsressort zur Koalitionsbedingung erklärt. Wohl mit ihm höchstpersönlich als Innenminister. Jetzt brodelt die Gerüchteküche: Die Freiheitlichen "planen mit einem Frühstart die Machtübernahme", heißt es, und sie seien für die Wahl schon (zu) siegessicher.

Polizei-Offiziere und Beamte "angeworben"?
Denn wie Beamte und Polizei-Offiziere im Innenministerium behaupten, häuften sich in den vergangenen drei Wochen Anrufe und persönliche Kontaktversuche von hochrangigen FPÖ-nahen Ressortmitarbeitern. Dabei gehe es unter anderem um die politische Gesinnung und eine allfällige Machtübernahme nach dem Urnengang am 15. Oktober.

Immer wieder fallen bei dem Schattenkabinett zwei Namen: Gerald Reischl, seines Zeichens Chef der Abteilung II/3, Fremdenpolizei und Grenzkontrollwesen. Aussichtsreicher im Rennen um den Kabinettschef sei aber Friedrich Kinzlbauer. Der 62-jährige Oberösterreicher mit zwei Doktorgraden hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Von der Zollwache gekommen, war er oberster Mafiajäger im Bundeskriminalamt, kam dann zum Asyl-Gerichtshof und ist aktuell Richter im Bundesverwaltungsgerichtshof.

Während FPÖ-Stratege Kickl "lose Gespräche mit Kinzlbauer, aber sicher nicht zur Bildung eines Schattenkabinetts" bestätigt, übt Freiheitlichen-Chef Strache heftige Kritik: "Völliger Unsinn und frei erfunden! Offensichtlich passt das in die Dirty-Campaigning-Muster von SPÖ und ÖVP."

"Blauer Schmutz" um pikante Prügel-Affäre
Mit schweren Vorwürfen ist auch ein blauer Nationalrat konfrontiert. Der freiheitliche Politiker (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) soll seine Affäre in einem Wiener Hotel krankenhausreif geprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen.

Ch. Budin, O. Papacek, Kronen Zeitung

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