So, 19. November 2017

„So erleichtert“

07.10.2017 17:03

Nach Las-Vegas-Massaker bringt Frau Baby zur Welt

Eine hochschwangere Frau hat das Massaker in Las Vegas überlebt - und jetzt ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Markie Coffer, deren errechneter Geburtstermin schon eine Woche überschritten war, hatte mit ihrem Freund Travis und ihrem Bruder Cody das Country-Festival "Route 91 Harvest" besucht.

"Ich wollte mich ein wenig ablenken vom dem Stress, weil sich die Schwangerschaft so lange hinzog", sagte die Frau, die bereits vier kleine Kinder hat. Dass der Konzertbesuch dann aber lebensgefährlich und dramatisch enden würde, hatten sie und ihre Begleiter nicht erwarten können. "Ich bin ein großer Fan von Country-Star Jason Aldean, der an diesem Abend als Letzter auf die Bühne kam. Ich wollte ihn unbedingt noch sehen. Deshalb sind wir so lange geblieben." Doch mitten in seinem Auftritt fielen die Schüsse, die Attentäter Stephen Paddock aus dem Fenster des gegenüberliegenden Mandalay-Hotels abfeuerte.

Markies Bruder wurde von einer Kugel in der Schulter getroffen, konnte aber genauso wie seine Schwester trotz Babybauch bis zum Ausgang robben. "Mein Freund Travis hat uns als ehemaliger Soldat gezeigt, wie man sich fortbewegt, ohne eine große Angriffsfäche zu bieten. Das hat uns wahrscheinlich das Leben gerettet." Und natürlich auch das des kleinen Wyatt, der zu der Zeit noch in ihrem Bauch war.

Noch in der Nacht kamen sie in eine Klinik: Cody kam in die Notaufnahme, Markie auf die Entbindungsstation, wo sie wenige Stunden später entbunden wurde. Mutter und Baby Wyatt sind wohlauf. "Er ist das Licht am Ende eines schrecklich langen Tunnels." Bruder Cody wird noch behandelt, die Schussverletzungen aber überleben.

"Ich bin so glücklich und erleichtert, dass alles doch noch so gut für uns endete", sagten Mutter und Vater Travis Matheson, als sie mit dem kleinen Wyatt auf dem Arm ein TV-Interview gaben.

Schütze hinterließ Zettel mit Zahlenserie
Unterdess kommen die Ermittler auf der Suche nach einem Motiv des Massenmörders von Las Vegas nicht voran. Auch ein Zettel aus gelbem Papier, den die Polizei im Hotelzimmer des Todesschützen gefunden hatte, gab keine Aufschlüsse, sondern nur noch zusätzliche Rätsel auf. Er enthielt eine Serie von Zahlen, teilte Sheriff Kevin McMahill am Freitag mit. "Wir wissen nicht, was sie bedeuten."

In der Nacht auf vergangenen Montag hatte Paddock vom 32. Stock des Hotels Mandalay Bay in Las Vegas das Feuer auf Tausende Besucher eines Musikfestivals eröffnet. 58 Menschen starben, der Täter tötete sich danach selbst. In dem minutenlangen Dauerfeuer wurden zudem mehr als 500 Menschen verletzt. Es war der schlimmste Massenmord in der US-Kriminalgeschichte.

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Redaktion
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