Mo, 11. Dezember 2017

Lob für die Jungen

07.10.2017 16:47

Wöber: "Ich denke, dass uns die Zukunft gehört"

Die großen Gewinner bei Österreichs 3:2 gegen die Serben waren die "neuen" jungen Wilden um Max Wöber, Louis Schaub und Co. (Noch-) Teamchef Marcel Koller sprach von einem starken "Bewerbungsschreiben". Im Video sehen Sie die Highlights vom 3:2-Sieg gegen Serbien!

"Das zeigt die Tiefe der Mannschaft", freute sich Kapitän Julian Baumgartlinger. Marko Arnautovic war einfach nur "stolz auf die Jungen". Und Teamchef Koller sprach von einem "Bewerbungsschreiben". Nach dem 3:2 gegen Serbien waren alle voll des Lobes für die neuen jungen Wilden. Eine "Notlösung" nach der Absagenflut - jetzt die großen Gewinner!

Debütant Wöber: "Ich werde diesen Tag nie vergessen"
Und dementsprechend glücklich: "Ich werde diesen Tag nie vergessen", strahlte Debütant Max Wöber. "Vor einem Jahr hab ich das Team noch im TV verfolgt, jetzt war ich bei der Hymne auf dem Rasen, meine Eltern auf der Tribüne. Das war eine riesige Ehre." Und der 19-Jährige erfüllte seinen Job als linker Verteidiger solide. Nach anfänglicher Anspannung kein Problem. "Wenn man die Chance bekommt, dann spiele ich auch Mittelstürmer. Ich denke, dass uns irgendwann die Zukunft gehört."

Danso merkte man fehlende Spielpraxis nicht an
Das gilt auch für Kevin Danso. Ebenfalls erst 19, bei Augsburg nur Reservist - aber die fehlende Spielpraxis ließ sich der Innenverteidiger in seinem dritten Länderspiel nicht anmerken. Ebenso der 22-jährige Florian Grillitsch bei seinem vierten Einsatz, diesmal rechts im Mittelfeld - aber anscheinend zu allem bereit. Moritz Bauer, 25, tauchte überhaupt erst im September auf dem ÖFB-Radar auf, aber so wie der Kasan-Legionär die rechte (Abwehr-) Seite beackert, gehört die Neuentdeckung gefühlt bereits zum Inventar.

Während Louis Schaub als Joker der Durchbruch gelungen ist. Auch wenn dem 22-Jährigen sein zweites Teamtor, das goldene 3:2, von Stadionsprecher Andy Marek "geraubt" wurde: "Er hat den Marko durchgesagt", schmunzelte Schaub. "Ich dachte, ich hätte da als Rapidler bei ihm einen Vorteil. Darüber muss ich mit ihm reden." Geklärt ist, dass diesen Jungen die Zukunft gehört!

"Teamchef nach sechs Jahren schönen Abschied schenken"
Nach dem 3:2-Sieg genoss Marcel Koller noch einmal die Ehrenrunde im Happel-Oval, verabschiedete sich von den treuesten Österreich-Fans auf den Rängen. Und umarmte fast jeden seiner kickenden Schützlinge - die gegen Serbien auch für ihn gewonnen haben: "Wir haben ihm etwas zurückgegeben", freute sich Marko Arnautovic. "Keiner hat sich hängen lassen. Auch nicht die angeschlagenen Spieler. Da kann ich nur sagen: Respekt, das sind Fußballer. Das ist Charakter. Der Teamchef hat auch Charakter. Wie er uns eingestellt und motiviert hat, das muss man ihm hoch anrechnen." Das bestätigte auch Julian Baumgartlinger: "Uns war es wichtig, auch dem Teamchef nach sechs Jahren hier noch einmal einen schönen Abschied zu schenken."

In Moldawien fehlen Dragovic und Ilsanker
Teil zwei soll am Montag in Moldawien folgen. Wo der Schweizer zum letzten Mal in Diensten des ÖFB in die Wundertüte greifen muss. Denn Stefan Ilsanker zog sich gegen die Serben eine Zehenprellung zu. Für den Leipzig-Legionär rückte gestern Ex-Rapidler Dominik Wydra von Erzgebirge Aue nach. Und Aleksandar Dragovic muss in Chisinau wegen einer Gelbsperre passen. Da verzichtete Koller auf eine Nachnominierung. In dem Wissen, dass sich jene Elf, die er trotz der sechs Ausfälle aufbieten wird, zerreißen wird. Auch für ihn.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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