So, 19. November 2017

Jungbauernkalender

06.10.2017 08:38

„Oben ohne“ war für kesse Innviertlerin „No Go“

Als Kind hat sie im Stall gespielt, hilft auch heute noch oft ihrem Papa bei der Arbeit im Wald, schaut als Fußballspielerin, dass keine Gegnerin an ihr vorbeikommt und liebt den Geruch von frisch geschnittenem Heu: Helena Grabner (19) aus Burgkirchen hat es als eine von zwei Oberösterreicherinnen in den aktuellen Jungbauernkalender, der gestern in Wien präsentiert wurde, geschafft - als "Miss Jänner". Im Interview mit der "Krone" erklärte die Innviertlerin auch, dass "oben ohne" für sie ein "No Go" war...

"Krone": Haben Sie jemals daran gedacht, irgendwann als Model in einer Jungbauernkalender-Ausgabe abgelichtet zu sein?
Helena Grabner: Eigentlich bereits vor Jahren. Der Kalender ist immer in der Firma meines Vaters an der Wand gehangen. Daher hab’ ich früh mit dem Gedanken gespielt, mich dafür einmal zu bewerben.

"Krone": Da hört man ja richtig den Stolz raus, dass Sie  tatsächlich genommen worden sind.
Helene  Grabner: Und wie! Es sollen dieses Mal  so viele Bewerberinnen wie noch nie zuvor gewesen sein, daher freue ich mich riesig, es wirklich geschafft zu haben.

"Krone": Es liegt auf der Hand, dass dieser Kalender, auch  wenn er sehr stilvoll gemacht ist,  vom erotischen Touch lebt. Hatten Sie persönlich keine Scheu, zu viel Haut zu zeigen?
Helene Grabner: Man konnte selbst entscheiden, wie weit man gehen möchte. Für mich war   immer klar: "Oben ohne" ist  ein "No-Go". Ich habe mich bei der Fotografin sofort wohl gefühlt, und sie hat  auch tolle Bilder gemacht. Mein Motiv soll zeigen, wie der Tag am Land beginnt, daher sitze ich am Bett.


"Krone": Trotzdem sicher für Sie eine ungewöhnliche Rolle. Wie groß war das Lampenfieber?
Helena Grabner: Als ich  zum Fotoshooting  mit dem Zug nach Innsbruck fuhr, ist die Nervosität immer größer geworden, je näher das Ziel kam. So etwas macht man schließlich  nicht jeden Tag. Aber vor Ort waren dann alle so nett, dass die Aufregung  schnell weg war.


"Krone": Die Auflage ist jedes Jahr streng limitiert und meist nach kurzer Zeit rasch vergriffen. Wie viele Stück haben Sie sich denn vorab gesichert?
Helena Grabner: Jedes Mädchen bekommt drei Stück für sich. Zwei sind für meine Familie reserviert. Und einen behalte ich mir natürlich selbst, der wird gut und sicher aufgehoben, damit ich ihn mir auch noch in 30 Jahren ansehen kann.

"Krone": Alle Teilnehmerinnen müssen einen Bezug zur Landwirtschaft vorweisen.  Welcher ist denn nun Ihrer genau?
Helena Grabner: Als ich noch klein war, betrieben wir auf unserem Hof Milchwirtschaft, heute haben wir keine Tiere mehr, mein Papa betreibt aber noch eine Forstwirtschaft.

"Krone": Spezielle Erinnerungen an die Kindheit am Bauernhof?
Helena Grabner: Ich habe einen Cousin, der ist ein Jahr jünger als ich, mit dem  habe ich immer im Stall gespielt, und wir durften bald mithelfen. Und der Geruch von frisch geschnittenem Heu ist einzigartig.


"Krone": Und wie schaut’s heute so beim Anpacken daheim aus?
Helena Grabner: Ich  studiere Jus in Salzburg, komme  unter  der  Woche nicht dazu. Aber ich fahre fast jedes Wochenende nach Hause, und  wenn dann etwa Holz gemacht gehört, helfe ich  dem Papa und dem Opa im Wald. Ich schau’ etwa, wie die Bäume fallen dürfen. Beim Abtransport kann  ich mittlerweile mithelfen, weil ich ja den Traktor-Führerschein habe, der gehört bei uns einfach dazu.

"Krone": Schwere Arbeit macht Ihnen also nichts aus?
Helena Grabner: Im Gegenteil,  danach spürt man, dass der Körper etwas geleistet hat. Zudem  bin ich gerne in der Natur. Bei mir in Burgkirchen habe ich das Fitnessstudio direkt vor meiner Haustüre.


"Krone": Was können  Ihrer Meinung nach Mädchen vom Land besser  als  die von der Stadt?
Helena Grabner: Sie können gewisse Dinge  wohl etwas mehr wertschätzen, und ich denke, bei uns am Land herrscht mehr Zusammenhalt. Das merke ich immer beim Fußball.

"Krone": Welchem  Team schauen Sie denn gerne zu?
Helena Grabner: Ich spiele selbst. Derzeit bei Liefering in der Abwehr, früher daheim beim UFC Burgkirchen. Dort habe ich  auch  als Trainerin im Nachwuchs gearbeitet.  Das hat mir wirklich viel Spaß gemacht und daher trainiere ich jetzt  auch in Salzburg nebenbei die kleinen Kinder in der Leichtathletik.

Interview: Andi Schwantner, Kronen  Zeitung

STECKBRIEF

Name: Helena Grabner
Wohnort:  Burgkirchen und Salzburg
Alter: 19 Jahre
Beruf: Studentin
Sternzeichen: Wassermann
Lieblingsort: Daheim bei der Familie, Paris und Ibiza
Zuletzt gelesen: "Alle sieben Wellen"
Das mag ich: Regionales Essen, Tiere, Ehrlichkeit, Fußball
Das mag ich nicht: Lügen, Streit, Ungerechtigkeit
Stärke: Kreativ, zielstrebig
Schwäche: Ungeduld
Typisch ich: Ich folge stets meinem Sturschädel.
Lebensmotto: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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