Sa, 18. November 2017

Schon aufgegeben?

05.10.2017 13:16

Häupl: „Opposition ist etwas Ehrenhaftes“

Laut Meinungsforschern ist der ÖVP unter Sebastian Kurz der Sieg bei der Nationalratswahl am 15. Oktober kaum noch zu nehmen. Alles deutet darauf hin, dass die SPÖ damit Platz eins abgeben muss - vor allem der Silberstein-Skandal setzt der Partei massiv zu, der interne Druck auf Kanzler Christian Kern wird immer stärker. Doch für Wiens Bürgermeister Michael Häupl ist klar, dass die SPÖ von Kern nicht abrücken werde - auch nicht, wenn sie in Opposition gehen sollte. "Opposition ist etwas Ehrenhaftes in einer Demokratie", so Häupl am Donnerstag anlässlich der traditionellen Weinlese im kleinsten Weingarten Wiens.

Angesprochen auf die Stimmung in der Partei sagte der Wiener SPÖ-Vorsitzende, dass es bei den Wiener Genossen "kein Motivationsproblem" gebe.

"Kein Zufall, dass so etwas 14 Tage vor einer Wahl aufpoppt"
Zum Silberstein-Krimi befand Häupl, dass man für die Aufklärung alle Möglichkeiten des Rechtsstaates ausnutzen solle. Es sei zudem "kein Zufall, dass so etwas 14 Tage vor einer Wahl aufpoppt".

Häupl nahm Donnerstagvormittag am Schwarzenbergplatz die traditionelle Weinlese im kleinsten Weingarten Wiens - stellvertretend für 659 Hektar Rebfläche, die in der Bundeshauptstadt bewirtschaftet werden - vor. Die Rebstöcke haben dort schon mehr als 100 Jahre auf dem Buckel. Der Mini-Weingarten verfügt über 70 Rebstöcke, die 50 Flaschen Wiener Gemischter Satz DAC hervorbringen.

In der "Dirty Campaining"-Affäre rund um den ehemaligen Kanzlerberater Tal Silberstein, der möglicherweise im Auftrag der SPÖ "Hetz"-Facebook-Seiten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz organisierte, hatte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Mittwoch scharfe Kritik an Häupl geübt. "Ich glaube, der Herr Bürgermeister hat hier Nachholbedarf", sagte Sobotka im "Krone"-Livetalk. Häupl hatte es zuvor für möglich gehalten, dass hinter den Social-Media-Seiten sogar ein politischer Gegner stecken könnte.

Sobotka im Livetalk: "Häupl hat in der Silberstein-Affäre Nachholbedarf"

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