Sa, 18. November 2017

Vor Tennis-Turnier

04.10.2017 15:30

Nur eine steht unter Strom!

Vor dem Samstag startenden "Upper Austria Ladies" in Linz kämpft Turnierchefin Sandra Reichel um ihren Superstar und es stellt sich die Frage: Was ist bloß mit unseren österreichischen Tennis-Damen los?

Kommt sie? Kommt sie nicht? Weil sich die Lettin Jelena Ostapenko mit ihrem Semifinaleinzug letzte Woche in Wuhan fix fürs Masters in Singapur qualifiziert hat, könnte die Paris-Siegerin für das Turnier ab Samstag in Linz absagen.

Energie AG-Sportfamilie
Sicher aufschlagen wird dank einer Wildcard Babsi Haas. Die beste heimische Tennis-Dame ist seit gestern Teil der hochkarätigen Energie AG-Sportfamilie. Aktuell aber die einzige Heimische, die unter Strom steht. "Natürlich wäre es gut, wenn man sich gegenseitig pushen könnte", sagt die Nummer 172 der Welt. Hinter der Frau aus Weyer klafft aber ein großes Loch.


Armutszeugnis
Die Vorarlbergerin Julia Grabher ist zwar die Nummer 288, sonst ist aber keine Österreicherin unter den Top-500 zu finden. Ein Armutszeugnis für die verwöhnte Tennis-Nation, die Spielerinnen wie Barbara Schett, Sybille Bammer oder Judith Wiesner hatte.

Frage des Geldes
Für Haas-Manager Manfred Nareyka ist die aktuelle Negativentwicklung eine Frage des Geldes: "Ein 17-jähriges Talent braucht etwa 50.000 Euro pro Jahr, um professionell spielen zu können." Für viele Eltern ist das nicht leistbar. So musste die Mutter von Superstar Dominic Thiem sogar die Wohnung verkaufen, um die Karriere des Sohnes zu finanzieren.

7,1 Millionen Preisgeld
Beim Niederösterreicher zahlte es sich aus, der 24-Jährige verdiente bisher alleine an Preisgeld 7,1 Millionen Euro. Haas hält bei 196.000 Euro, kann nur durch Sponsoren wie die Energie AG professionell arbeiten.

Markus Neißl, Kronen Zeitung

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