Di, 21. November 2017

Solo-Winterbegehung

04.10.2017 13:33

Alleine auf dem Berg

Sturm, Eis und Schnee - Fünf Wochen lang harrte Markus Pucher in Patagonien aus, bis die erste Solo-Winterbegehung der Aguja Guillaumet (2580 m) gelang.

Es hätte eigentlich der berühmte Cerro Torre werden sollen; aber dieser wehrte auch den dritten Versuch ab. Aber dafür wurde es die Aguja Guillaumet. "Das Wetter war in diesem Winter in Patagonien einfach nur brutal. Ständig stürmte es und es war extrem kalt", schildert der Baldramsdorfer Bergführer Markus Pucher der "Berg Krone": "Ich weiß nicht warum, aber das Wetter spielte verrückt. Im Vorjahr hatte ich gutes Wetter, aber heuer in fünf Wochen nur zweieinhalb Tage mit Schönwetter." Für den Cerro Torre braucht es aber Minimum vier aufeinander folgende schöne Tage.

Doch statt sich nur auf den 3128 Meter hohen Granitberg im Nationalpark Los Glaciares zu versteifen, suchte Pucher Alternativen, wie den 3406 Meter hohen Fitz Roy: "300 Meter unterhalb des Gipfels musste ich jedoch abbrechen, weil der Sturm zu stark wurde."

Die zweite Alternative: die Aguja Guillaumet. "Der Aufstieg ist normalerweise nicht so schwer, jedoch war viel Schnee drin", schildert der Oberkärntner, der den Aufstieg im Schneesturm startete: "Eine Wetterbesserung war angekündigt. Und je höher ich kam, umso besser wurde es und auf dem Gipfel angekommen, riss es auf. Wunderschön."

Trotz dieses Erfolgs will Pucher im kommenden Winter wieder zurück nach Patagonien: "Irgendwann wird es mit dem Cerro Torre klappen."

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