Di, 21. November 2017

Baby auf Bestellung

08.10.2017 06:00

Stars, die andere für sich gebären lassen

Kim Kardashian hat eine Leihmutter für ihr nächstes Kind engagiert - und reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Stars ein, die andere für sich gebären lassen. Um viel Geld kann man in Hollywood eben auch Schwangerschaften kaufen.

Ein Kind unter dem Herzen zu tragen, das ist schwere Arbeit. Herzogin Catherine von Cambridge vulgo Kate etwa laboriert noch immer an Morgenübelkeit, so heftig, dass es für sie derzeit unmöglich wäre, einen normalen Alltag zu leben. So ist das nun mal, wenn in der Schwangerschaft die Hormone den Körper umprogrammieren.

All das wollte sich Kim Kardashian, das omnipräsente It-Girl & TV-Reality-Pummelchen ("Keeping Up With The Kardashians") ersparen. Sie erwartet auch gerade wieder Nachwuchs, nach Tochter North West, 4, und Sohn Saint West, knapp 2. Schwanger ist sie deshalb aber nicht, denn die 36-jährige Amerikanerin und ihr Mann, der Rapper Kanye West, haben für rund 70.000 Euro eine Leihmutter engagiert, die ihr sämtliche Mühen abnimmt und Kind Nummer 3 im Jänner zur Welt bringen soll.

Lukratives Geschäft
Der eigene Embryo im Bauch einer anderen - das gilt unter Hollywood-Stars längst als Trend. Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman gebar im Juli 2008 ihre erste Tochter Sunday Rose selbst, das Geschwisterchen Faith Margaret reifte aber im Körper einer anderen Frau heran. In Kidmans Heimat Australien war die Empörung ob dieses Vorgehens groß, das Thema Leihmutterschaft wurde heiß diskutiert. In den USA ist dagegen das Austragen fremder Babys längst ein lukratives Geschäft.

Selbst Fußball-Gigant Cristiano Ronaldo wurde auf diesem Weg erst im letzten Juni Vater der Zwillinge Eva Maria und Mateo. Die Twin-Girls Marion und Tabitha von "Sex and the City"-Journalistin Sarah Jessica Parker kamen ebenfalls per Leihmutter zur Welt, die Kids sind mittlerweile 9 Jahre.

Dieses Alter haben mittlerweile auch die Zwillingssöhne Matteo und Valentino von Popsänger und Schauspieler Ricky Martin, der - mangels anderer Alternativen - diesen Weg wählte. Ebenso wie "Brille" Elton John & David Furnish: Eine angeheuerte Frau gebar ihnen im Dezember 2010 Zachary Jackson Levon, im Jänner 2013 Elijah Joseph Daniel.

Ökonomisierung der Schwangerschaft
Nun warten also alle auf den neuen Sprössling der Selbstvermarkterin Kim Kardashian, die den baldigen Familien-Zugang kürzlich offiziell bestätigte. Was diese seltsame Ökonomisierung eines eigentlich natürlichen Vorgangs an psychologischen Folgen für alle Beteiligten nach sich zieht? Was es für ein Kind bedeutet, wenn die Frau, die es geboren hat, nicht ihre Mutter ist - und umgekehrt? Darüber gibt es noch so gut wie keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Fürs Erste dürfen die Stars also weiter glauben, dass sich tatsächlich alle Probleme mit Geld alleine lösen lassen.

Karin Schnegdar, Kronen Zeitung

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