So, 19. November 2017

Nach Airline-Pleite

03.10.2017 15:13

Monarch-Reisende werden nach Hause geflogen

Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Monarch Airlines ist die nach britischen Regierungsangaben größte Rückholaktion des Landes in Friedenszeiten angelaufen. Etwa die Hälfte der 110.000 im Ausland gestrandeten Passagiere soll noch in dieser Woche mit gecharterten Flugzeugen nach Hause gebracht werden.

Der Chef der Luftverkehrsbehörde CAA (Civil Aviation Authority), Andrew Haines, sprach von einem "guten Start". Bis Dienstagabend sollten mehr als 23.000 Urlauber vor allem aus Spanien wieder zu Hause sein. Mit Monarch ist eine weitere europäische Fluggesellschaft in diesem Jahr vor allem an starker Konkurrenz und Kostendruck gescheitert. Auch Air Berlin und Alitalia konnten dem harten Konkurrenzkampf auf dem europäischen Luftfahrtmarkt nicht standhalten.

Insgesamt 860.000 Betroffene
Ein halbes Jahrhundert nach der Gründung war der Betrieb von Monarch Airlines, der fünftgrößten britischen Fluggesellschaft, zu Wochenbeginn eingestellt worden. Auch 300.000 Buchungen von 750.000 Passagieren verloren ihre Gültigkeit; darin enthalten sind Gruppenbuchungen. Insgesamt sind etwa 860.000 Kunden von der Insolvenz betroffen. Die CAA sprach vom größten Scheitern einer britischen Airline. Der Fluggesellschaft misslang der Nachweis, finanziell ausreichend abgesichert zu sein. Dies war Voraussetzung für eine Verlängerung der Erlaubnis zum Verkauf von Pauschalangeboten mit Flügen.

Schwächelnder Pfund trug zu Insolvenz bei
In der Luftfahrtbranche geht es derzeit turbulent zu. "Das Scheitern der dritten Airline in diesem Jahr in Europa - nach Alitalia und Air Berlin - ist ein Symptom von Überkapazität und viel zu aggressiver Preispolitik", sagte am Montag der Analyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital. Monarch-Chef Andrew Swaffield machte in einem Schreiben an seine Angestellten auch Terrorattacken in Tunesien und Ägypten sowie die Lage in der Türkei für das Aus verantwortlich. Das schwächelnde Pfund trug ebenfalls zur Insolvenz bei. Massive Kritik gab es zuletzt auch an der irischen Billig-Fluggesellschaft Ryanair, die das massenhafte Streichen von Flügen mit internen Planungsproblemen begründet hatte.

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Redaktion
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