So, 19. November 2017

Zahlen rückläufig

06.10.2017 11:57

Immer weniger Österreicher halten ein Haustier

Nur 30 Prozent aller österreichischen Haushalte behergen mindestens ein Haustier. Jene, die einen Vierbeiner halten, umsorgen und verwöhnen diesen aber mehr als früher. Wer mit Tieren zusammenwohnt, sieht in diesen mehr als gute Freunde - für 74 Prozent sind Katze, Hund und Co. fixer Bestandteil der Familie.

Derzeit haben demnach 30 Prozent Haustiere - 18 Prozent eines, zwölf Prozent mehrere. 2012 lag die Zahl der Tierbesitzer noch bei 39 Prozent. Unverändert die beliebtesten Haustiere sind Katzen, 16 Prozent haben eine oder mehrere Samtpfoten zu Hause. Während allerdings die Zahl der Hundehalter von 16 auf 13 Prozent nur leicht gesunken ist, ging der Anteil der Katzenbesitzer von 24 auf 16 Prozent vergleichsweise stärker zurück. Meinungsforscher vermuten, dass das mit der seit April 2016 geltenden Kastrationspflicht zusammenhängen könnte.

Frauen halten öfter Tiere
Nagetiere, Fische, Vögel oder Reptilien spielen eher eine untergeordnete Rolle und sind in weniger als fünf Prozent der Haushalte zu finden. Nach wie vor gilt, dass mehr Frauen Tiere halten als Männer. Das ergab die veröffentlichte Spectra-Haustierstudie mit 1009 Befragten, in der Zahlen von 2012 mit welchen von heuer verglichen wurden.

Haustier guter Freund und Familienmitglied
Der Aussage "Das Haustier bereichert mein Leben" stimmten 88 Prozent der Befragten zu. 90 Prozent sehen in ihm einen guten Freund, 74 Prozent sogar ein Familienmitglied. Insgesamt ist die emotionale Bindung der Österreicher zu ihren Lieblingen in den vergangenen Jahren noch stärker geworden: Dem Satz "Wenn das Haustier stirbt, ist das wie der Tod eines Familienmitglieds" hatten sich 2012 rund 39 Prozent angeschlossen, 2017 waren es mit 64 Prozent wesentlich mehr.

Haustiere werden mehr verwöhnt
Die Zahl der Vierbeiner, die zu besonderen Anlässen Geschenke erhalten stieg um zwölf Prozentpunkte auf 41 Prozent. Darüber, dass ein Haustier auch stressig sein kann, beschwerten sich diesmal deutlich weniger Befragte: 47 Prozent (minus 14 Prozent zu 2012).

Offenbar werden die Vierbeiner auch mehr verwöhnt als früher: Hatten 2012 noch 36 Prozent angegeben, beim Futter nach besonderen Leckereien Ausschau zu halten, waren es 2017 mit 68 Prozent deutlich mehr. Dementsprechend stiegen auch die durchschnittlichen monatlichen Aufwendungen pro Haustierhalter von 63 auf 82 Euro in den vergangenen fünf Jahren.

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