So, 21. Jänner 2018

Nach Mord todkrank

01.10.2017 17:26

„Sterbe, weil ich sie tötete..."

Jahrzehnte hindurch war Kornelia F. einem Ehemartyrium ausgesetzt. Dann trennte sie sich von ihrem gewalttätigen Mann. Das war ihr Todesurteil: Am 30. Juli 2016 überfiel er sie in ihrer neuen Wohnung in Ried im Traunkreis und tötete sie. Der Täter wurde Anfang 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt liegt er im Sterben.

Kurz nach dem Urteil wurde Josef F. schwer krank. Es begann mit einem Lungenmelanom. Trotz Chemotherapie breitete sich der Krebs rasch aus, ist sein ganzer Körper voll Metastasen. Von Justizbeamten bewacht, liegt der 58-Jährige nun im Krankenhaus Steyr auf der Palliativstation.

Vergangene Woche hat ihn dort sein Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger besucht: "Mein Mandant bereut seine Tat sehr. Sein größter Wunsch wäre es, als freier Mann sterben zu dürfen." Sieht er seine Krankheit als Strafe für sein Verbrechen? "Ja, er spricht davon, dass er jetzt die Buße dafür erfahre. Und er hofft darauf, dass  ihm Gott vergibt und er in den Himmel kommt." Wo er sich bei seinem Opfer entschuldigen will, für so vieles.

Wie das die vier Kinder des Paares sehen? Sie haben ihren Vater am Sterbebett besucht, wirklich vergeben werden sie ihm aber wohl nie können ...

Martina Prewein / Kronen Zeitung

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