Sa, 16. Dezember 2017

Plus 6200 Inländer

01.10.2017 15:28

Seit 2007 um 28.200 Ausländer mehr in Graz

Binnen zehn Jahren ist die Zahl der Ausländer in Graz um 28.200 Hauptwohnsitzgemeldete gestiegen. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum hat die Zahl der Österreicher in Graz nur um 6200 zugenommen. Es sind vor allem Afghanen, Iraker oder Syrer und EU-Bürger aus den neueren Beitrittsländern, die es nach Graz zieht.

63.862 Ausländer haben mit Stichtag 1. Juli 2017 ihren Hauptwohnsitz in Graz (Anteil 22,2 Prozent) - 2007 waren es 35.696 (14,1 Prozent). Aufgeschlüsselt auf EU- (ohne Österreich) und Nicht-EU-Bürger sieht es so aus: Aktuell leben hier 31.350 EU- und 32.512 Nicht-EU-Bürger. 2007 war das Verhältnis noch anders, nämlich 12.010 EU- zu 23.686 Nicht-EU-Bürgern.

Zuzug aus EU, Syrien etc.

Die Zahl der EU-Bürger ist seit 2007 also stärker gestiegen. Ein paar Beispiele: 6453 Rumänen leben aktuell in Graz (2007 waren es 2400), Kroaten gibt es aktuell 6352 (4281), Deutsche sind es derzeit 6159 (3560).

Hoch ist der Zuzug aus Asien (Flüchtlingskrise!). Gesamt sind es aktuell 12.952 Asiaten - 6214 waren es 2007. Einige Beispiele: Syrer gab es 2007 nur 22 (jetzt 1312), Afghanen waren es 362 (jetzt 2094), Iraker waren es 55 (596 jetzt).

Mindestsicherung: Ausländer mit 51-Prozent-Anteil

Gleichzeitig ist auch der Anteil der ausländischen Mindestsicherungsbezieher gestiegen - der liegt in Graz bei mehr als 51 Prozent!

Forderung: Sozialen Zuzug aus EU unterbinden

Für den Grazer Integrations- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner sind die Konsequenzen klar: "Wir haben bereits massiven Zuzug aus der EU, brauchen eine restriktive Zuwanderungspolitik für Drittstaatsangehörige. Wir haben weder genug Bildungs- und Arbeitsplätze, noch Wohnraum oder Mittel für die Mindestsicherung. Die Menschen, die da sind, die gehören unterstützt." Hohensinner fordert, dass die Mindestsicherung reformiert wird: "Es ist ungerecht, wenn Menschen ohne vorherige Arbeitsleistung vollen Anspruch auf Mindestsicherung haben." Und: Der soziale Zuzug aus der EU gehöre auch unterbunden.

Von: Gerald Richter

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