Fr, 15. Dezember 2017

Führung vergeben

17.09.2017 07:45

Rapids Murg sauer: "Der Wahnsinn muss aufhören!"

Dass ausgerechnet der vor dem Spiel unter Altacher Applaus verabschiedete Lucas Galvao seinem Ex-Klub in der Nachspielzeit den Sieg raubte, ist charmant, sorgte auch beim Brasilo für einen kurzen 2:2-Torjubel, war aber für Rapid kein Grund zu feiern. "Wir hätten zur Pause zwei, drei Tore hinten liegen müssen", gab auch Altachs Trainer Schmidt zu. Durchaus richtig. Weshalb Rapids Coach Djuricin die mangelnde Effizienz bekrittelte. Aber auch Spielstärke und Moral lobte. Na ja …

Seine Kicker gingen mit dem nächsten (gefühlten) Umfaller kritischer um: "Viel Positives kann ich nicht mitnehmen", so Schaub. "Das zieht sich durch die ganze Saison." Zum vierten Mal (wie beim 2:2 gegen Mattersburg, Austria, Salzburg) brachte Rapid die eigene Führung aus dem Konzept und wurde bestraft. "Wir werden zu passiv, dann erspart sich jeder einen Schritt. Das darf nie passieren", klagte Kapitän Schwab. "Man kann doch auch einmal ein 1:0 trocken über die Zeit bringen." Rapid scheinbar nicht.

Was Murg als "Wahnsinn" bezeichnet: "Plötzlich schlagen wir den Ball nur weg, werden ängstlich. Das muss endlich aufhören." Nur wie? "Das ist wahrscheinlich eine mentale Geschichte", glaubt Schaub. Djuricin sieht es anders. Aber ein Mentaltrainer stünde in Hütteldorf parat. Djuricin stellt jedem frei, diese "Hilfe" in Anspruch zu nehmen. Vielleicht hilft’s. Bevor in Hütteldorf bald wieder alle durchdrehen …

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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