Mo, 23. Oktober 2017

ÖFB-Sportdirektor

17.09.2017 07:31

Nun muss Ruttensteiner um seinen Kopf zittern!

Marcel Koller ist also spätestens am 1. Jänner 2018 als Österreichs Teamchef Geschichte (oben im Video). Doch rollt bis dahin beim ÖFB noch ein weiterer Kopf? Fakt ist: Bei der 4 1/2-stündigen Präsidiumssitzung Freitag in Gmunden wurde weniger lang über Kollers da noch mögliche Vertragsverlängerung diskutiert als viel mehr und viel heftiger über Sportdirektor Willi Ruttensteiner …

"Die Heftigkeit der Diskussion über meine Person überrascht mich", gesteht der Sportdirektor. "Betreffend Koller hat es eine intensive, aber sachliche Diskussion gegeben, ob man ihm die sportliche Wende zutraut", betont ÖFB-Boss Leo Windtner: "Aber bei Ruttensteiner ging’s in alle Richtungen. Manche Landespräsidenten fühlen sich von ihm auch verletzt!"

Weshalb der Kaugummi-Gipfel des ÖFB doch weit mehr aus dem Ruder gelaufen ist, als manche zugeben (wollen). "Es war emotional - die Zeiten sind unruhig", bestätigt jedoch Vorarlbergs Fußball-Präsident Horst Lumper. "Der Leo war hinterher tot", so ein Vertrauer Windtners. "Nicht ich, die Umgebung war tot. Aber nur, weil alle perplex über Kollers Ende waren", entgegnet der ÖFB-Boss, der gleich zu Beginn der Präsidiumssitzung von Salzburgs Landesfürst Herbert Hübel angegriffen worden war. Windtner jedoch von einer generell miesen Stimmung nichts wissen will, nur von "einem Partisanen" spricht. Damit wohl Hübel meint.

Gegenwind für Windtner
Der dazu: "Bin ich nicht. Aber wenn ich den Windtner nur anseh, wird er blass. Doch am Ende war’s eine sehr, sehr gute, offene Aussprache, bei der auch der Leo immer besser wurde. Ich mache halt den Mund auf, bin kein Ja-Sager!"

Doch auch die Mehrheit sagt inzwischen "Nein" zu Ruttensteiner. Auch weil der nach der erfolgreichen EURO-Quali von Windtner einen unbefristeten Vertrag erhalten hatte. Der Sportdirektor nun bis Oktober eine Analyse über den Absturz des ÖFB-Teams auf Rang 57 der Weltrangliste liefern muss. Und sich damit selbst ans Schafott liefern dürfte. Denn selbst Windtner muss zugeben: "Natürlich sind die Komponenten Trainer, Erfolg und Sportdirektor eng miteinander verknüpft!"

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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