Fr, 24. November 2017

Ganz in Rot

16.09.2017 19:47

CSI für den Bahnhof Aigen

Die ÖBB auf der Spur der TV-Serie CSI (Crime Scene Investigation): Wie die US-Spezialisten bei Verbrechen war die Bundesbahn auf der friedlich historischen Suche nach dem ursprünglichen Aussehen vom Bahnhof Salzburg-Aigen. Das Rätsel ist gelöst, nun strahlt die Station in Rot. Es gefällt und belebt die Gegend.

Ganz am Beginn, im Jahr 2015, stand der Plan der ÖBB, das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude zu renovieren. Das Bundesdenkmalamt verlangte Nachforschungen zur Baugeschichte sowie restauratorische Untersuchungen zu verwendeten Putzen und Anstrichen, Türen und Fenstern.

Wie die ÖBB die Station historisch genau sanierten

Die Recherche in schriftlichen historischen Quellen war schwierig, weil die Aktenlage sehr dünn ist. Also mussten die Experten dem Gebäude selbst sein Alter entlocken und zwar mittels Dendro-Chronologie, also der Altersbestimmung von Holzstücken durch eine Analyse der Jahresringe.

"Die größte Herausforderung bei diesem Projekt war die Rekonstruktion des originalen Aussehens von 1882," schildert der Restaurator Wolfgang Strasser.

Unter mehreren Farbschichten erkannte man: Das Gebäude war zuerst ockergelb, dann beige, dann kräftig rot. Diese Farbgebung wurde von den ÖBB zur Farbe für die Renovierung gewählt. Architekt Wolfgang Pessl lobt die gute Kooperation bei dem Projekt (Kosten: 580.000 €).

Restaurator Reiner Neubauer zeigte sich vom Ergebnis persönlich angetan: "Die Fassadensanierung des Bahnhofs in Aigen ist für mich ein herausragendes Projekt in Salzburg."

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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