So, 19. November 2017

Grönland-Mission

16.09.2017 15:27

Salzburger Pilot als Flugretter in der Arktis

Grönland statt Großgmain! Der 33-jährige Helikopter-Pilot Gunther Harl aus Salzburg hat seinen Arbeitsplatz in einer der unwirtlichsten Gegenden der Welt - mitten in der Arktis. Im Reich der Eisbären ist der Familienvater für Air Greenland u. a. als Rettungsflieger im Einsatz.

"Das Fliegen war immer mein Traum, schon damals in der Hotelfachschule", blickt Gunther Harl beim Gespräch mit der "Krone" in Grönland auf seine Kindheit und Jugend auf dem Bauernhof seiner Eltern zurück. Seit 2015 ist der sympathische Salzburger nun für Air Greenland als Hubschrauber-Pilot im Einsatz.

Rettungseinsätze und Bergungsaktionen
Sein Aufgabengebiet ist vielfältig: Touristen-Flüge über Gletscher, das Versorgen abgeschiedener Forschungslager mit Nahrungsmitteln aus der Luft, aber auch Rettungseinsätze und Bergungsaktionen wie jüngst nach einem Reitunfall oder einer Frühgeburt. Immer mit an Bord dabei: ein Gewehr, das ihn und Passagiere nach der Landung vor möglichen Eisbär-Angriffen schützt.

Unterwegs in Sierra Leone und im Sudan
In der Salzburger Heimat ist Harl derzeit nur selten. Die Dienste des Österreichers sind am Polarkreis nämlich heiß begehrt. Auch, weil der Vaters eines zweijährigen Sohnes als erfahren und besonnen gilt. Schließlich hat er vor seiner Zeit im Reich von Eis und Schnee viele Jahre in einer komplett anderen Gegend verbracht. Harl war sieben Jahre für eine internationale Hubschrauber-Firma in den afrikanischen Ländern Sierra Leone und Sudan tätig. Wir wünschen unserem Abenteurer weiterhin einen guten Flug!

Gregor Brandl in Narsarsuaq, Kronen Zeitung

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