Mo, 20. November 2017

„Hangexplosion“

14.09.2017 10:58

Murenabgang: Straße drei Meter hoch verschüttet

Bei einem Hangrutsch am Mittwochabend in Tirol ist die Brennerstraße auf einer Länge von rund 20 Metern sowie einer Höhe von drei Metern zu Gänze von Geröll verschüttet worden. Die Straße muss vorerst gesperrt bleiben. Fachleute stellten bei einer Begehung fest, dass sich der betroffene Hang "nach wie vor massiv bewegt".

"Im betroffenen Hang ist noch viel Wasser drin und es rinnt ein Bach im Hang, wo sonst keiner fließt", erklärte Klaus Lamplmayr vom Sicherheitsreferat der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck.

"Hangexplosion" als Ursache für Murenabgang
Die Ursache für den Hangrutsch sei eine sogenannte Hangexplosion. "Die großen Niederschläge in der letzten Zeit haben dem ohnehin schon kriechend-rutschenden Hang stark zugesetzt, sodass er die Drainagen der Brennerautobahn aufgerissen hat. Durch dieses zusätzliche Wasser ist es dann zu einer sogenannten Hangexplosion gekommen und die Mure abgegangen. Derzeit befindet sich der Hang nach wie vor massiv in Bewegung", sagte Landesgeologe Gunther Heißel.



Hang muss trocknen, erst danach Sanierung möglich
Zuerst müsse der Hang einmal trocknen, was wegen der vorausgesagten Niederschläge wohl noch länger dauern werde, so Heißel. Danach könne erst mit der Sanierung des Straßenabschnitts begonnen werden. In einer weiteren Besprechung würden nun vor Ort Maßnahmen zur Sicherung des Hanges überlegt.

Bei dem Murenabgang war glücklicherweise niemand verletzt worden. Die Umleitung des Verkehrs verlief vorerst über die Brennerautobahn (A13) sowie über die Landesstraße L38 für Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von zwölf Tonnen.

 krone.at
Redaktion
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