Sa, 18. November 2017

Auf VHS gespeichert

14.09.2017 08:27

CIA: „Bin Ladens Porno-Sammlung bleibt geheim“

Äußerst brisantes Material aus dem Besitz von Osama bin Laden soll der Öffentlichkeit verborgen bleiben: seine Porno-Sammlung. Wie der US-Geheimdienst CIA mitteilte, wolle man alle Dokumente, die nach der Tötung des Terroristen und Al-Kaida-Anführers sichergestellt worden waren, veröffentlichen - bis auf diese pikante Ausnahme.

In einem kürzlich anlässlich des Gedenktages der Terroranschläge vom 11. September 2001 geführten Interviews enthüllte CIA-Direktor Mike Pompeo, dass es dieses Material gibt. "Da gibt es Pornografie, es ist urheberrechtlich geschützt. Alles andere außer diesen Gegenständen werden wir in den nächsten Wochen veröffentlichen", so Pompeo.

Pornos auf VHS-Kassetten gespeichert
Nachdem die US-Streitkräfte den Terroristen-Anführer 2011 im pakistanischen Abbottabad erschossen hatten, wurden im Anschluss viele Unterlagen sichergestellt. Darunter sind Briefe der Familie, geschichtliche Dokumente über den Islam und Notizen über geplante Terror-Operationen. Doch das "moderne, elektronisch aufgezeichnete Videomaterial" in Form von VHS-Kassetten bleibt unter Verschluss.

Bereits 2016 verriet der ehemalige Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, dass die sichergestellten Laptops der Dschihadisten zu 80 Prozent mit Pornografie gefüllt gewesen seien - aber auch Videos von Enthauptungen und andere grauenvolle Aufnahmen hätten die Ermittler auf den Festplatten gefunden. Der britische Außenminister Boris Johnson ging 2015 noch einen Schritt weiter, als er Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat als "pornogesteuerte Loser" bezeichnete.

Pompeo sagte, dass es wichtig sei, der amerikanischen Öffentlichkeit Unterlagen zu zeigen, die der nationalen Sicherheit dienen, um Taten wie 9/11 zu verhindern. Die Porno-Sammlung hat im Anti-Terror-Kampf aber offenbar zu wenig Relevanz.

Nach neun Jahren im Versteck erschossen
Nach den Terroranschlägen vom 11. September hatte sich Bin Laden mehr als neun Jahre in Pakistan versteckt. 2005 bezog er mit seiner Familie ein großes Haus in der nordwestpakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad. Dort lebte er trotz der weltweiten Suche nach ihm jahrelang unbehelligt - bis er schließlich in der Nacht des 1. Mai 2011 bei einem US-Kommandoeinsatz von Navy Seals getötet wurde.

Bin Ladens Anhänger sollten keinen Ort finden, um ihrem Idol zu huldigen, deshalb war die US-Army recht schnell, als es darum ging, den einstigen Terrorpaten per Seebestattung verschwinden zu lassen.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden