Mi, 22. November 2017

Fall Roland Krenn

14.09.2017 07:20

Täter: Tod war „Unfall“ bei missglücktem Überfall

Zuerst tischte er wieder Halbwahrheiten auf, verstrickte sich in Widersprüche, doch dann legte Musiker Richard H. (24) - die "Krone" berichtete - ein umfassendes Geständnis ab. Der Tod des reichen Roland Krenn war ein "Unfall" bei einem geplanten Raubüberfall, zu dem ihn ein Innviertler Wirt gedrängt hätte.

"Weil er von mir 10.000 Euro für konsumiertes Kokain wollte, hat er mir sogar einen Bodyguard geschickt, der mich geschlagen und gewürgt hat - dann hat er gemeint, ich soll unseren Freund, den vermögenden Salzburger Roland Krenn, betäuben und ausrauben. Er hätte so etwas auch schon zweimal gemacht", belastet der Mindestsicherungsempfänger aus Ebenau den wegen Spielsucht verschuldeten Gastwirt Robert Sch. (28) aus Haigermoos.

"Extra in Seitenlage gedreht, damit er gut atmen kann"
In seinem Geständnis berichtet Richard H., wie er den Überfall auf Krenn vorbereitet hatte, dafür gemeinsam mit seiner inzwischen ebenfalls verhafteten Freundin Anna M. (20) Schlaftabletten besorgte, die er in weiße Pralinen mischte, dann Krenn zum Essen einlud. Nach Salat mit Garnelen gab es die präparierte Nachspeise. Als das Opfer schon fast schlief, brachten es Richard H. und seine Freundin in dessen Salzburger Villa, knebelten es mit Klebeband, fesselten es mit Kabelbindern und zogen ihm einen Sack über den Kopf: "Wir haben ihn extra in Seitenlage gedreht, damit er gut atmen kann."

Leiche mit 40 Litern Chemikalien überschüttet
Als er aber später nach dem Opfer sah, war es erstickt. Tagelang versteckte H. die Leiche im Kofferraum, brachte sie dann zum Gastwirt nach Haigermoos. Erst wollte man den Toten im Wald vergraben, dann verbrennen - und versteckte ihn schließlich in einem Sautrog im Stall. Gegen den verräterischen Verwesungsgeruch wurde die Leiche mit 40 Litern Chemikalien überschüttet. Tage später soll Robert Sch. aus der Villa des Opfers alles Wertvolle geplündert haben.

Nach der Verhaftung leugneten beide Verdächtige, bis ein abgefangener Brief des Musikers an seine Freundin Details verriet.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden