Mi, 22. November 2017

Legale Praxis

12.09.2017 08:34

Nach einer Woche gefunden: Katze in Falle gefangen

Verzweifelt suchte eine oststeirische Familie ihr geliebtest Katzerl, selbst nach einer Woche gab sie nicht auf. Und tatsächlich wurde "Schnurli" dann gefunden: Verzweifelt miauend, schwer verletzt - im Wald, in einer Lebendfalle! Dass die immer noch erlaubt sind, kritisieren Tierfreunde heftig, auch Experten orten da Mängel.

"Wir haben zwei Katzen, beide sind immer verlässlich nach Hause gekommen", so die Tierbesitzerin. Plötzlich fehlte von einer jede Spur. "Die Katzen gehören für uns zur Familie, wir haben also viel gesucht, Leute gefragt, nicht aufgegeben." Das rettete die Samtpfote, denn eine (!) Woche später wurde sie gefunden. Im Wald - in einer Lebendfalle!

"Eine Frechheit, sowas aufzustellen!"
"Sie hat erbärmlich miaut, ihr ganzer Körper war aufgeschunden, weil sie versucht hat, rauszukommen, sie war total ausgehungert. Eine Frechheit ist das, so etwas aufzustellen. Und dann noch tagelang nicht zu kontrollieren!"

Panik, Verzweiflung und Hunger
Das sieht auch Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck so: "Lebendfallen sind bei uns leider noch erlaubt." Aber: "Die müssen natürlich regelmäßig kontrolliert werden! Keinesfalls können die Tiere da über Tage gefangen sein, man stelle sich ihre Panik vor, die Verzweiflung, den Hunger!"

Lebendfallen erlaubt, aber in Frage zu stellen
Anständige Jäger wären natürlich gut beraten, auf solche Fallenaufstellungen komplett zu verzichten; das ist ja nicht der erste Fall mit einer Katze. Und warum sollten auch Wiesel, Füchse oder Marder solche Leiden ertragen müssen?!

Christa und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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