Fr, 15. Dezember 2017

PS4-Plattformer

09.09.2017 06:00

"Knack II": So schlägt sich das ungewollte Sequel

Von manchen Spielen sehnt man eine Fortsetzung herbei, bei anderen nicht. "Knack" war so ein Fall: Der PS4-Launchtitel heimste Ende 2013 nur mäßige Kritiken ein, mit einer Wiederkehr rechnete daher eigentlich niemand. Und doch liegt jetzt mit "Knack II" die Fortsetzung vor, die überraschenderweise auch noch erstaunlich unterhaltsam ist.

"Knack II" knüpft da an, wo "Knack" vor vier Jahren aufhörte und entführt Gamer abermals in ein zwar interessantes, aber auch seltsam anmutendes Setting, in dem Transformers-artige Roboter, Goblins, Kampfmönche und der titelgebende, aus einzelnen Klötzchen alias Reliquien zusammengesetzte Protagonist beheimatet sind. Letzterem wird erneut die Aufgabe zuteil, die Menschheit zu retten. So weit, so uninspiriert.

Die Story ist es also schon einmal nicht, die "Knack II" durchaus spielenswert macht. Dafür aber die gelungene Mischung aus Action bzw. Kämpfen, Jump'n'Run und (kleineren) Rätseleinlagen. Entfernt erinnert das Ganze an Sonys "Ratchet & Clank", ohne allerdings dessen Witz und Stimmigkeit aufzuweisen. Was beide Titel jedoch eint, ist das Spiel mit unterschiedlichen Größen.

Aus klein wird groß und umgekehrt
Während dafür bei "Ratchet & Clank" zwischen den beiden Helden immer wieder hin und her gewechselt werden muss, übernimmt Knack kurzerhand beide Parts, indem er sich wie bereits im ersten Teil auf Knopfdruck in seine Einzelteile zerlegt, um eine kleinere Form anzunehmen; oder durch Hinzufügen neuer Teile auf eine stattliche Größe wächst, um es selbst mit überdimensionalen Gegnern aufzunehmen.

Je nach Gestalt kann Knack ganz unterschiedliche Aufgaben bewältigen (oder eben auch nicht), beispielsweise durch schmale Tunnel kriechen, um nicht nur versteckte Schalter, sondern auch Schätze zu entdecken. Offenen Blickes durch die bunte Spielwelt zu wandeln, lohnt sich also, zumal versteckte Bonusitems dem Protagonisten Vorteile im Kampf versprechen. Ansonsten darf ganz klassisch gelevelt werden: Wer ausreichend Gegner vermöbelt, darf schließlich über einen entsprechenden Baum neue aktive wie passive Fertigkeiten freischalten.

Zu zweit wird es lustiger
So richtig spaßig wird "Knack II" aber erst im Koop-Modus. Auf Knopfdruck kann sowohl off- als auch online jederzeit ein zweiter Spieler in die Kampagne ein- und auch ebenso unkompliziert, sprich ohne Unterbrechung, wieder aussteigen. Spaßig deshalb, weil für das gemeinsame Spiel eigene Team-Aktionen zur Verfügung stehen. Stellt sich ein Knack etwa hinter den anderen und schlägt auf ihn ein, schießen dessen Klötzchen einer Schrotflinte gleich in alle Richtungen. Teamwork ist aber auch gefragt, wenn in Quick-Time-Sequenzen gleichzeitig bestimmte Tastenabfolgen gemeinsam absolviert werden müssen.

Fazit: "Knack II" erfindet das Rad nicht neu, weiß im Gegensatz zu seinem Vorgänger aber deutlich besser zu gefallen. Vor allem im Koop sorgt der Genre-Mix für spielerische Abwechslung und Unterhaltung. Im Gegensatz zum erwähnten Jump'n'Run-Duo "Ratchet & Clank" mangelt es Knack allerdings noch an Humor und der nötigen Identifikationsfläche.

Plattform: PS4
Publisher: Sony
krone.at-Wertung: 7/10

Sebastian Räuchle
Redakteur
Sebastian Räuchle
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