Fr, 24. November 2017

Politiker fordert:

05.09.2017 13:16

„Folter und Tod für die vier Rimini-Vergewaltiger“

Der polnische Vizejustizminister Patryk Jaki hat auf Twitter die Todesstrafe für die vier Gruppenvergewaltiger von Rimini gefordert. Zudem befürwortet er für diese "Gräueltaten" die Folter.

"Für diese Drecksäcke soll es die Todesstrafe geben. In diesem konkreten Fall würde ich sogar die Folter einführen", twitterte Jaki kurz nach Bekanntwerden der Gruppenvergewaltigung. Nach teils heftigen Reaktionen relativierte der Politiker seine Aussagen - allerdings nur in Bezug auf die Folter. "Verdreht nicht meine Wörter. Ich will keine Folter. Ich wollte nur kurz andeuten: Die Umstände dieses Verbrechens eignen sich für eine außergewöhnlich harte Strafe."

Todesstrafe in Polen 1998 abgeschafft
In Polen gibt es die Todesstrafe nicht. Rechtlich wurde sie am 1. September 1998 aufgehoben und mit lebenslanger Haft ersetzt. Zum letzten Mal wurde in Polen die Todesstrafe im April 1988 in einem Gefängnis in Krakau vollstreckt. In einer Umfrage im Jahr 2011 sprachen sich jedoch 61 Prozent der Polen für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus, nur 34 Prozent waren dagegen.

Polens Justiz fordert von Italien Auslieferung der vier Täter
Unterdessen wollen Polens Justizbehörden von Italien die Auslieferung der vier Jugendlichen - darunter drei Minderjährige - beantragen, die für die Vergewaltigung der polnischen Touristin und der Verletzung ihres Freundes in Rimini verantwortlich gemacht werden. Den Verdächtigen werden Gruppenvergewaltigung, schwere Körperverletzung sowie schwerer Raub im Fall der polnischen Staatsbürgerin und eines peruanischen Transsexuellen zur Last gelegt. Die italienischen Justizbehörden stellten fest, dass der Prozess gegen die Täter in Italien gemacht werden müsse.

Vergewaltiger: "Die mache ich betrunken, dann vergewaltige ich sie"
Nach der Tat kommen zudem immer mehr schockierende Details über die vier Männer ans Tageslicht. Wie die "Welt" unter Berufung auf italienische Medien am Dienstag berichtete, soll der jüngste der mutmaßlichen Täter - ein 15-jähriger Marokkaner - zwei Tage vor der Tat über eine Freundin gesagt haben: "Die mache ich jetzt betrunken und dann vergewaltige ich sie." Freundinnen des 15-Jährigen beschrieben ihn gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" als "Psychopathen", der ihnen Angst gemacht habe. Deshalb seien sie auch nicht zur Polizei gegangen, als sie den Marokkaner auf einem von der Polizei veröffentlichten Video erkannt hätten. Er habe "oft von Mord und Vergewaltigung gesprochen", so die Freundinnen. Angefasst habe er sie aber nie.

Dem Kopf der Bande drohen 20 Jahre Haft
Einem 20-jährigen Verdächtigen aus dem Kongo - er soll der Boss der Drogenbande sein - drohen 20 Jahre Haft. Er wurde am Sonntag am Bahnhof von Rimini festgenommen. Der Asylwerber bestritt, zusammen mit den beiden marokkanischen Brüdern im Alter von 15 und 16 Jahren und einem 17-jährigen Nigerianer an der Gruppenvergewaltigung am Strand teilgenommen zu haben.

Die drei Minderjährigen wurden in einer Jugendanstalt in Bologna inhaftiert. Ein Untersuchungsgericht entscheidet am Dienstag über die Verlängerung der U-Haft. Die minderjährigen Angeklagten schieben dem Kongolesen die Schuld für die Vergewaltigung in die Schuhe. Die beiden marokkanischen Brüder waren wegen Diebstahls und Drogenkonsums bereits polizeibekannt.

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