Di, 22. Mai 2018

Arzt misstrauisch

30.08.2017 15:03

"Todespfleger" arbeitete unter Grazer Herzchirug

Neue Entwicklungen im Fall des "Todespflegers" in Oldenburg zeigen, dass Niels H. wahrscheinlich 90 weitere Menschen umgebracht hat. Nun gerät ein Grazer Herzchirurg ins mediale Rampenlicht.

Seit Tagen kursieren neue Vorwürfe im Fall Niels H., die besonders brisant sind. Vermutlich hat er noch mehr Menschen am Gewissen! Insgesamt 90 weiteren Opfern soll Niels H. in seinem Dienst als Krankenpfleger Medikamente verabreicht haben, sodass sie einen Herzstillstand erlitten. Als Lebensretter in letzte Minute reanimierte er die Patienten wieder. Starben sie trotz der Reanimation des selbst ernannten Helden Niels H., zeigte er sich "emotional stark berührt", so heißt es in einem Artikel von "Spiegel online".

Mediziner "zutiefst betroffen"
Nun wurde medial bekannt, dass der "Todespfleger" über Jahre unter einem Grazer Herzchirurgen im Oldenburger Klinikum auf der herzchirurgischen Intensivstation seine Patienten ermordete. Auf Anfrage der "Krone" war der steirische Herzspezialist nicht für ein Interview bereit. Aber die Sprecherin des Universitätsklinikums Graz gab eine Stellungnahme ab. "Er ist zutiefst betroffen über die aktuell bekannt gewordenen Ermittlungsergebnisse im Fall des Krankenpflegers Niels H.", so die Klinikum-Sprecherin Simone Pfandl-Pichler gegenüber der "Krone".

Niels H. hat "überdurchschnittlich häufig" reanimiert
Bereits vor zwei Jahren musste der Grazer Arzt vor Gericht in Deutschland gegen Niels H. aussagen. Unter Eid bezeugte der steirische Chirurg, dass der Pfleger "überdurchschnittlich häufig" eine Reanimation bei Patienten durchführte. So zitierte ihn "Spiegel online" vor zwei Jahren. Wegen des außergewöhnlichen Übereifers habe der Grazer damals schon Misstrauen gegenüber Niels H. gehegt.

Kathi Pirker, Kronen Zeitung/red

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden