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Wrenkh: "Wien ist die erste Fusionsküche der Welt"

Das Wrenkh in der Wiener Innenstadt ist ob seines Jahrzehnte langen Bestehens vielen Leuten ein Begriff. Doch was macht Wiens Wirtshaus ohne Schnitzel so besonders? City4U war vor Ort und hat sich durch die Karte gekostet.

Wrenkh-Restaurants gibt es seit 1982 in Wien, die Niederlassung am Bauernmarkt seit 1988. "Mein Vater hatte nicht nur dieses Lokal, sondern mehrere in der Stadt. Als ich etwa 19 Jahre alt war, hat er beschlossen nach Hamburg zu gehen und ich hatte - mehr oder weniger - über Nacht Zeit, mich zu entscheiden, das Restaurant weiterzuführen oder nicht. Das war 2009. Seitdem betreibe ich es gemeinsam mit meinem Bruder", erzählt Leo Wrenkh, Inhaber und begnadeter Koch.

"Hier haben bereits Tausende Leute gegessen!"
Optisch wird man im Wrenkh noch immer in die Zeit von damals zurückversetzt. Neben den sonst absichtlich auf alt getrimmten Bobo-Lokalen überzeugt das Wrenkh mit einem natürlich-almodischem Chick im Innenraum, die Tische im Gastgarten erinnern eher an ein älteres Bahnhofs-Beisl. Dem Besitzer ist das egal. Ganz im Gegenteil. "Ich baue gerne für lange und stehe auf Nachhaltigkeit. Modern ist eigentlich nicht so meines. Die Tische und Sessel im Lokal sind kostbare Antiquitäten. Mir ist aber schon bewusst, dass ich damit vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffe."

Überzeugen muss in einem Restaurant aber sowieso das Essen - und das tut es! Die Yakitori-Hühnerspieße sind wirklich unglaublich gut und das als Vorspeise bestellte Ceviche mit Tortilla-Chips ist sensationell.

"Möchte den Gästen eine schöne Zeit schenken"
Alle Produkte werden tagesfrisch bestellt, die Rezepte von Wrenkh selbst erstellt. Etwa acht Mal jährlich wird die Karte gewechselt, zudem gibt es laufend Specials, wie aktuell etwa das gebratene Steinpilz-Carpaccio (Tipp: Unbedingt probieren!) Anders als in anderen Küchen, spricht sich der Küchenchef sehr für die eigene Individualität bei seinem Team aus. "Es ist ja durchaus charmant, dass man den Koch auch schmeckt." Dabei stört es ihn gar nicht, wenn die Gerichte hierbei etwa ein wenig unterschiedlich angerichtet werden. Ganz im Gegenteil. Wkrenh wehrt sich gegen den Einheitsbrei. "Ich mag eh kein Sternerestaurant haben! Ich möchte den Gästen eine schöne Zeit schenken!"

"Nur saisonal geht nicht!"
Inspiriert wird Wrenkh vor allem von der japanischen Küche. Die Gerichte auf der Speisekarte bezeichnet er selbst als "Vegetarisch Plus". Im Gegensatz zu seinen Eltern, die damals das erste vegetarische Restaurant in Wiens eröffneten, möchte er nicht komplett auf Fleisch verzichten.

Ebenso wenig auf gute Zutaten. Alle Gerichte sind zudem regional, saisonal und frisch. Soweit möglich. Denn: "Nur saisonal geht nicht!", zeigt sich der Wirt überzeugt. "Immerhin kann man ja nicht etwa sechs Monate lang auf Salat verzichten! Zumindest sollte man das auch nicht!" Das wichtigste sei zudem sowieso die Gesellschaft in der man Essen genießt." Verzichtet wird auf unnötige Dekorationen, ausgefallene Namen oder anderen "Schnickschnack". "Ich versuche keine Sachen in ein Gericht zu tun, die geschmacklich keinen Sinn machen."

Wirtshaus ohne Schnitzel
Obwohl das Wrenkh unumstritten als Wiener Wirtshaus gilt, ein Wiener Schnitzel sucht man vergebens auf der Karte. "Das liegt daran, dass wir keine Fritöse haben", erklärt Wrenkh. Braucht er auch nicht. Wir bestellen das Dry-Aged Rib-Eye-Steak auf Miso-Melanzani-Creme mit Haussalat und das sautierte Bachsaiblingsfilet mit bunten Mini-Erdäpfeln, Eierschwammerl und Kirschtomaten. Beides - Ein Traum! Und wir: Glücklich!

Und was empfiehlt der Wirt? "Selbstverständlich der Wrenkh-Salat!"

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Julia Ichner
Julia Ichner
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