Rosenkrieg

Experten einig: Urlaubszeit ist Trennungszeit

Besonders nach der Rückkehr aus den Ferien, die eigentlich die schönsten Tage im Jahr sein sollten, steigen laut Scheidungsexperten die Scheidungs- und Trennungszahlen an. Aber woran liegt es, dass gerade in dieser Zeit so viele Paare ins Streiten geraten?

"Das Problem an sich liegt nicht am Urlaub selbst, sondern meist  im Alltag", weiß Scheidungsexpertin Mag. Susanna Perl-Böck. Schwelende Konflikte und Ungereimtheiten in einer Beziehung kommen im Urlaub häufig an die Oberfläche, wenn das Paar rund um die Uhr zusammen ist.

Auch wenn die meisten problembelasteten Paare hoffen, dass diese gemeinsame Zeit ihre Beziehung rettet und hohe Erwartungen in die unbeschwerte Zweisamkeit und Romantik setzen, sieht die Realität dann oft ganz anders aus. Denn diese Erwartungen an den Urlaub, werden meist nicht erfüllt, was dann erst recht wieder zu Streit und weiteren Enttäuschungen führt.

"Während Paare im Alltag oft nur wenig Zeit zu zweit verbringen, sind sie im gemeinsamen Urlaub meist rund um die Uhr zusammen, wodurch das Streitrisiko beträchtlich steigt", ergänzt Kanzleipartner Dr. Clemens Gärner. Die "störenden" Charakterzüge, die im stressigen Alltag untergehen, bemerkt man im Urlaub am Partner verstärkt. Oftmalig lassen sich diese Differenzen leider nicht mehr überbrücken und die Beziehung liegt nach den Ferien in Trümmern.

In Wien: Anstieg an Anfragen um rund 40 bis 60 Prozent
Gärner ergänzt: "Wir haben in unserer Wiener Kanzlei nach den Urlaubszeiten im September und Jänner einen Anstieg der Anfragen zu Scheidungs- und Problemlösungen (auch zu anderen familiären Rechtsthemen wie Obsorge, Unterhalt etc.) um rund 40 bis 60 Prozent"

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Julia Ichner
Julia Ichner
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