Mo, 21. Mai 2018

Sieg in Wales 2005

30.08.2017 07:21

Als Helge Payer zum "Prince of Wales" wurde

Kapazundern á la Ryan Giggs oder Craig Bellamy trieb er im Stakkato die Verzweiflungsröte ins Gesicht: Helge Payer mutierte im März 2005 dank überragender Reflexe im Team-Gehäuse zum "Prince of Wales" (Highlights im Video oben). Der 2:0-Sieg ist der bisher letzte Auswärtserfolg einer österreichischen Nationalmannschaft in Wales. Hoffentlich nur bis Samstag - dann würde Österreich ein neuerlicher Sieg in Wales sehr guttun.

Die Wiedersehensfreude war getrübt. Als Craig Bellamy im Vorjahr überzuckerte, wer da eigentlich vor ihm stand, schluckte er erst einmal - augenzwinkernd, versteht sich. "Ah, you're the f...ing goalkeeper that saved all my shots", dämmerte es dem ehemaligen walisischen Star-Striker, dass ein gewisser Helge Payer vor ihm stand. Bellamy war im Zuge seiner Funktion als walisischer U19-Co-Teamtrainer auf Payer, damals U19-Teamtorwarttrainer, getroffen. Und schnell flammten auf beiden Seiten Erinnerungen auf: an den 2:0-Auswärtssieg Österreichs gegen Wales im Zuge der WM-Qualifikation am 26. März 2005.

Vastic und Stranzl trafen
Ein Mann überstrahlte dabei alles: Helge Payer. Schon nach wenigen Spielminuten tanzte Wales-Superstar Ryan Giggs im Milennium Stadium zu Cardiff die halbe österreichische Abwehr elegant aus, zog von innerhalb des 16ers mit dem starken Linken ab - Payer parierte souverän. In dieser Tonart ging's weiter: Die Herren Giggs, Bellamy und Hartson feuerten aus allen Rohren in Richtung österreichisches Gehäuse - dessen Hüter fischte sämtliche Bälle aus allen erdenklichen Winkeln. Zwei späte Tore, eines von Vastic (81.), eines von Stranzl (85.), machten den Auswärtssieg perfekt, dem vier Tage später die Bestätigung in Form eines 1:0-Heimsieges gegen Wales in Wien folgte.

"Alles aufgegangen"
"Viel mehr kann dir als Torwart nicht aufgehen wie in diesen beiden Spielen", erinnert sich Payer heute: "Ich habe praktisch alles gehalten. Zweimal gegen Wales zu-null gespielt - das hat mich dann auch auf der Insel bekannt gemacht." In der Tat: Die heimische und internationale Presse adelte den damals 25-jährigen Goalie wahlweise zum "Panther von Cardiff" oder zum "Prince of Wales".

Der FC Barcelona ...
Und bald darauf tauchte der FC Barcelona in Verbindung mit Helge Payer auf. "Da habe ich mich allerdings nicht selbst ins Spiel gebracht. Auf eine halb-ernst gemeinte Journalistenfrage - gestellt just am 1. April - habe ich diesbezüglich geantwortet: "Natürlich wäre es ein Traum, für den FC Barcelona zu spielen."

Emotionaler Krankl
Daraus wurde nichts - aber auf immerhin 20 Teameinsätze schaffte es Payer. Viele davon, wie während der Quali für die WM 2006, unter Teamchef Krankl. "Ich habe sehr, sehr gerne unter ihm gespielt. Unter Krankl war es stets eine emotionale Angelegenheit, für das Nationalteam aufzulaufen." Die Qualifikation für Deutschland 2006 wurde trotzdem verpasst. Auch wegen des - Achtung, legendäres Krankl-Zitat! - "irre-regulären" 3:3 in Nordirland ...

Michael Fally
Michael Fally

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