Mi, 23. Mai 2018

Firma iSYS

25.08.2017 14:38

Gehirn-OP: Roboter aus Tirol für die Welt

Spektakuläre Medizin-Technik aus Tirol präsentierte sich beim Forum Alpbach - konkret der Gehirn-Miniaturroboter der Firma iSYS.  Dem Patienten garantiert das System einen schonenderen Eingriff denn je, zugleich ist es für Spitäler billiger als bisherige Geräte. Zwei sind an der Klinik Innsbruck schon im Einsatz.

Beim Tiroler Technologiebrunch konnte jeder das Gerät, das nur halb so groß wie eine Schuhschachtel ist, in die Hand nehmen. "Es ist viel kompakter als andere Systeme und kann mit unterschiedlichen Instrumenten bestückt werden", erklärte iSYS-Chef Michael Vogele im "Krone"-Gespräch.

Vielseitigkeit als Stärke

Hochpräzise werden durch eine kleine Öffnung im Schädel Biopsienadeln, Tiefenelektroden oder Katheter im Gehirn platziert.iSYS-Roboter ist viel günstiger als andere"Mit 80.000 bis 150.000 Euro kostet das System viel weniger als andere. Es ist damit auch für mittelgroße Krankenhäuser leistbar", sagt Vogele. Die 15 Mitarbeiter von iSYS arbeiten teils im Gründerzentrum "Werkstätte Wattens", die bescheidenen Anfänge gab es zuvor in Kitzbühel.

Kooperation mit Forschungszentrum ACMIT

Eine enge Kooperation besteht mit dem medizinischen Forschungszentrum ACMIT in Wiener Neustadt, wo Tiroler Medizintechnik-Firmen (u. a. auch Med-El, Oncotyrol) 2,6 Millionen Euro einzahlen und dann vom Know How von ACMIT profitieren. Beispielsweise bei der komplizierten Zulassung derartiger medizinischer High-Tech-Instrumente. "Von der ersten Idee bis hin zum Einsatz am Patienten vergehen leicht zehn Jahre", schildert der iSYS-Chef.

100 Systeme für Europa und USA

Der Miniatur-Roboter wurde bereits bei 130 Patienten erfolgreich eingesetzt. Er arbeitet aber nicht selbstständig, die Kontrolle hat immer ein Arzt. Das derzeitige Einsatzgebiet ist die Radiologie, ab Herbst 2018 soll die Neurochirurgie hinzukommen. Die Firma iSYS hofft, in diesem zentralen Medizinbereich in Kürze rund 100 Systeme in Europa und den USA verkaufen zu können. Ein Exportschlager?

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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