Do, 24. Mai 2018

Unwetter in Tirol

25.08.2017 14:32

Blitzschlag setzte Bauernhof in Brand

Eine Unwetterfront sorgte Donnerstag Abend vor allem im Unterland für bange Stunden: In Fieberbrunn schlug ein Blitz in ein Bauernhaus ein und setzte es in Brand, die Feuerwehr verhinderte gerade noch das Schlimmste. Auch in Kitzbühel und Münster wurden Dächer durch Blitzschlag bzw. Bäume beschädigt.

"Schon bei der Anfahrt wussten wir, dass es brenzlig wird", schildert der Fieberbrunner Feuerwehrkommandant Hannes Harasser den Löscheinsatz beim Hof "Bärndlbeck". Das Anwesen thront auf einem Hügel und wurde Donnerstag gegen 22 Uhr von einem Blitz getroffen. Dieser drang bei der Dach-Entlüftung ein und verursachte ein Feuer. "Wir gingen von drei Seiten mit Atemschutz vor und konnten ein Übergreifen der Flammen auf die Tenne verhindern. Wenn das dortige Heu erfasst worden wäre, hätte es keine Rettung mehr gegeben", sagt Harasser. Blitzschnell war es den Florianijüngern gelungen Löschleitungen von einem Hydranten bzw. von einem nahen Bach zu legen. Nun sind "nur" die Dachgeschoßwohnung beschädigt und untere Etagen durch Löschwasser beeinträchtigt.

Blechdach flog weg

Unwetter-Alarm kurz zuvor auch im nahen Kitzbühel: Heftige Böen deckten das Blechdach eines Mehrfamilienhauses in der Pfarrau ab. "Dadurch wurde auch der Kamin mitgerissen", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Andreas Reisch. Ein Teil des Kamins stürzte in das Innere, die dortige Wohnung ist derzeit zum Glück leer. "Danach haben wir das Dach mit Planen gesichert", berichtet Reisch.

Bäume fielen auf Haus

Im Ortsteil Höllenstein in Münster bekam eine Familie die Unwetter-Folgen mit Verspätung zu spüren. Kurioserweise stürzten instabile Bäume erst Freitag in den Morgenstunden um und fielen auf das Hausdach. Die Feuerwehr räumte mit Hilfe eines Krans auf. Verletzt wurde auch hier niemand.

Luft bleibt "explosiv"

Bezüglich Unwettern gibt es vorläufig keine Entwarnung: Auch heute steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, am Nachmittag und Abend drohen wieder Blitz und Donner. Ebenso in der kommenden Woche.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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