Mi, 23. Mai 2018

Plakate präsentiert

24.08.2017 10:59

FPÖ-Slogan: "Der rot-schwarze Speck muss weg"

"Österreicher verdienen Fairness - Der rot-schwarze Speck muss weg." Dieser Slogan (siehe Video oben) steht im Mittelpunkt der Plakatkampagne der FPÖ für die Nationalratswahl am 15. Oktober. Die entsprechenden Sujets wurden am Mittwoch von Parteichef Heinz-Christian Strache und Generalsekretär Herbert Kickl vorgestellt. Hauptangriffsziel der Freiheitlichen ist einmal mehr die Große Koalition, die nach Ansicht von Strache nur durch die FPÖ "überwunden" werden kann.

Das erste Großplakat der Freiheitlichen zeigt ein Tandem, gelenkt von einem im rot-weiß-roten Trikot strampelnden Radler, der am Hintersitz einen übergewichtigen Mann mit dem T-Shirt-Slogan "Ref.(ugees, Anm.) welcome" mitzuschleppen hat.

Begleitet ist die Plakatkampagne von einem Video, das in diversen Internetkanälen geschalten wird. Dieses zeigt einen österreichischen Radfahrer, der von diversen Konkurrenten etwa aus der Schweiz, Ungarn oder der Slowakei abgehängt wird, weil er den korpulenten Begleiter am Hintersitz als Ballast an Bord hat.

4200 Mal wird dieses Sujet auf Großplakaten österreichweit zu sehen sein. Dazu kommen 65.000 Dreieckständer, die auch mit den Slogans "Faire Steuern" und "Faires Sozialsystem" bespielt werden. Auf einem der Plakate ist auch Strache selbst zu sehen. Als "unfair" gegeißelt werden auf den kleinen Plakaten Erbschaftssteuer sowie Mindestsicherung und "all inclusive" für "Wirtschaftsflüchtlinge".

"FPÖ so stark machen, dass sich Rot-Schwarz nicht ausgeht"
"Fair" fände es die FPÖ, wenn die Österreicher die Koalition von Rot und Schwarz loswürden. "Der rot-schwarze Speck muss weg - und dafür braucht es eine starke FPÖ", sagte Strache. Er kritisierte SPÖ und ÖVP scharf: "Es gibt in Österreich nur einen Kleber, der hält, und das ist der rot-schwarze Proporzkleber." Daher sei es sein Ziel, die Freiheitlichen so stark zu machen, dass sich eine Regierung aus SPÖ und ÖVP nicht mehr ausgeht. "Alle anderen haben ihre Chance gehabt", erläuterte Kickl, warum an der FPÖ kein Weg vorbeiführen sollte, und lobte zugleich die Regierungstätigkeit der Freiheitlichen an der Seite der Volkspartei in Oberösterreich und der SPÖ im Burgenland.

Strache an Kern: "Kanzler sollte Lösungen liefern und nicht Pizzen"
Nicht vergessen wurde auf Kritik an den Spitzenkandidaten der politischen Konkurrenz. In Richtung SPÖ-Chef Christian Kern meinte Strache: "Ein Kanzler sollte Lösungen liefern und nicht Pizzen." ÖVP-Obmann Sebastian Kurz machte der FPÖ-Chef wiederum für ein von ihm geortetes Versagen in der Integrationspolitik verantwortlich.

Dass die FPÖ erst in dieser Woche und damit relativ spät in den Wahlkampf gestartet ist, hat für Strache die einfache Begründung, dass nach dem Platzen der Regierung alle eine kurze Kampagne versprochen hätten. Die Freiheitlichen seien die Einzigen, die sich daran gehalten hätten, während die anderen Parteien die Österreicher auch im Sommer belästigt hätten. Geplant sind übrigens drei Plakatwellen, die jeweils nach rund zweieinhalb Wochen getauscht werden.

Bereits am Mittwoch hatten Strache und der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer das freiheitliche Wirtschaftsprogramm präsentiert. "Unsere Heimat ist abgestürzt" und die Wirtschaft sei "von der Überholspur auf den Pannenstreifen" gefahren worden, erklärte der FPÖ-Chef.

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