Mi, 23. Mai 2018

Neuner-Areal

23.08.2017 16:54

Industrie-Altlast vor Entschärfung

Das Land hat für die Beseitigung einer der prekärsten Altlasten grünes Licht gegeben: Mitten in Klagenfurt soll bis Ende 2019 die mit Chrom VI kontaminierte Lederfabrik Neuner geschleift werden, der Boden wird getauscht. Auf dem Gelände sind Wohnungen geplant. Was noch fehlt, ist die Unterschrift eines Investors.

Für die Revitalisierung des Grundstücks in zentraler Lage ist alles vorbereitet. Die Bescheide für den Abbruch der Fabrik und die Sanierung der Altlast sind erlassen. Stadtplanung und Architekten arbeiten bereits an einem Konzept für die Nachnutzung.

"Das Areal ist als Gewerbe- und Wohngebiet in direkter Stadtnähe sehr attraktiv", gibt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz den Weg für die künftigen Eigentümer vor.

Die Behörden haben grünes Licht gegeben. Anrainer wurden bei einer Veranstaltung über die Auswirkungen der Bauarbeiten aufgeklärt. Da es sich um Problemstoffe handelt, war auch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Med-Uni Wien mit dabei. Es ist also alles vorbereitet. Wer das Millionenprojekt umsetzen wird, bleibt aber eine große Unbekannte. Der jetzige Eigentümer ist es jedenfalls nicht. "Ich verkaufe das Areal so, wie es ist", sagt Besitzer Johannes Gruber. Es gebe Interessenten für das Neuner-Areal, eine Unterschrift am Kaufvertrag fehle aber.

Die Lederfabrik hat eine lange Geschichte hinter sich. Seit dem Betriebsstart 1922 gelangte Chrom VI in Erde und Grundwasser. Auch die Gebäude sind kontaminiert. "Bei einem Forschungsprojekt konnte die Belastung im Grundwasser deutlich reduziert werden", so Albert Kreiner von der Landesregierung. Kontaminiertes Baumaterial muss bei einer Sanierung aber als Sondermüll deponiert werden.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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