Sa, 25. November 2017

„Krone“-Interview

23.08.2017 15:33

Rosberg: „Titelkampf? Vergesst nicht auf Bottas!“

Die Formel 1 ist aus der Sommerpause zurück. Am kommenden Wochenende steigt in den belgischen Ardennen in Spa-Francorchamps das zwölfte von 20 Saisonrennen. Bevor aber in Eau Rouge, Stavelot und Blanchimont die Motoren aufheulen, plauderte der zurückgetretene Weltmeister und Spa-Sieger von 2016, Nico Rosberg, in der "Krone" über "meine Sicht von außen".

"Krone": Wie fühlt sich das Leben als Formel-1-Rentner an?
Nico Rosberg: Super! Ich habe endlich Zeit, meinen vielen anderen Leidenschaften nachzugehen. Auch die Zeit mit meiner Familie ist so wichtig - gerade jetzt, wo wir unser zweites Kind erwarten.

"Krone": Wie sehr vermisst du den Formel-1-Alltag?
Rosberg: Ich vermisse gar nichts. Es war für mich die perfekte Entscheidung und mit dem Titel das tollste Ende, das ich mir vorstellen konnte. Ich wusste aber zum Beispiel nicht: Werde ich Spaß haben, wenn ich mir die Rennen von außen ansehe? Aber ich habe Spaß, viel Spaß.

"Krone": Wir gehen jetzt nach der Sommerpause in die heiße Phase der WM-Entscheidung. Wie ist deine Bilanz?
Rosberg: Riesenrespekt vor Ferrari, die waren letztes Jahr im Niemandsland. Dass die da jetzt auf Augenhöhe sind, ist sehr, sehr beeindruckend. Aber ich glaube trotzdem, dass Mercedes am Ende gewinnt, weil sie das beste Auto haben. Aber es wird noch sehr spannend.

"Krone": Setzt du auf Hamilton als deinen Nachfolger?
Rosberg: Vergesst bitte nicht auf Valtteri Bottas. Der hat echt eine Chance, ist schnell und hat vielleicht ein bisschen mehr Konstanz drin. Lewis ist an guten Tagen unantastbar, aber er hat auch immer wieder ein paar schwierigere Wochenenden aus verschiedenen Gründen.

"Krone": Wer ist mental stärker: Vettel oder Hamilton?
Rosberg: Vettel bringt diese Stärke manchmal auch in ungünstige Situationen, wie wir in Baku gesehen haben. Weil er einfach so eine große Selbstüberzeugung hat. Lewis ist ein bisschen inkonstanter - vom Kopf her. Es kommt viel darauf an, wie er an die Rennstrecke kommt - ist er bei 100 Prozent oder nur bei 95? Also vielleicht ein bisschen Vorteil Sebastian.

"Krone": Wirst du in den Rennsport irgendwann zurückkommen?
Rosberg: Ich bin auf jeden Fall jemand, der die Herausforderung sucht und braucht. Momentan beschäftige ich mich aber eher mit der Zukunft der Mobilität - wo entwickeln sich unsere Autos hin? Auch die Formel E ist sehr spannend - das wird das Innovations-Schlachtfeld der Hersteller. Die werden da alles reinpacken, um zu zeigen, was sie für zukunftsweisende Ideen haben.

Tanja Bauer, Kronen Zeitung

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