Sa, 26. Mai 2018

Schmid im Interview

23.08.2017 08:09

Caps-Boss: "Zu viele wollen nur schnellen Erfolg"

Die Latte liegt nach der Vorsaison mit Meistertitel und Rekorden am Fließband hoch, dennoch sagt Caps-Boss Hans Schmid vor dem Saisonstart am Freitag in der Champions Hockey League: "Ich habe ein gutes Gefühl, erstes Ziel ist das Play-off!" Mit der "Krone" sprach der 77-jährige Villacher zudem über seine Rolle im Verein, Vertrauen in die Mitarbeiter, Geduld und Problemfans.

"Krone":Herr Schmid, wie lange hielt die Freude über den 12 Jahre ersehnten Titel?
Hans Schmid: Die hält an, wie die positiven Reaktionen - viele davon aus Kärnten. Einzig ein paar Heimspiele in den Play-offs hätten uns finanziell noch gutgetan, aber man kann nie alles haben.

Wie wirken sich die Erfolge wirtschaftlich aus?
Wir haben keinen Sponsor verloren, einige kleinere dazubekommen, und mit dem KSV kehrte ein Unterstützer zurück. Unser Budget für den EBEL-Kader wurde minimal erhöht, in der Liga liegen wir hinter Salzburg und KAC mit Linz weiter auf Platz drei.

Sehen Sie die Gefahr, dass nach dem Titel der Hunger der Truppe nachlässt?
Nein, wer bei Coach Aubin nicht mitzieht, ist weg.

Wie definieren Sie als Boss ihre Rolle im Klub?
Ich weiß, was ich kann und was nicht, mische mich nicht bei Verpflichtungen ein. Wenn ich gefragt werde - etwa beim Budget - dann meist per Mail. Meine häufigste Antwort hat zwei Buchstaben: o.k. Das spricht sehr für meine Mitarbeiter.

Die Caps waren in der Vorsaison auch die Nummer eins bei den Fans ...
... weil das Produkt passt, Erfolg hilft. Aber vor allem haben wir bei gewissen Fans früh den Stecker gezogen, da gab’s vor Jahren eine Selbstreinigung auf den Rängen. Was das wert ist, sieht man, wenn man heute manche Fußballspiele ansieht.

Mit einer Hockey-Akademie und einem Trainingszentrum ...
... setzen wir auf Nachhaltigkeit. Das habe ich schon vor 40 Jahren gemacht, als ich mit dem Magazin "Wiener" zuerst ein Minus machte. Oder beim Weinbau. Geduld ist der Schlüssel. Zu viele wollen, auch im Sport, nur den schnellen Erfolg. Und scheitern.

Florian Gröger, Kronen Zeitung

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