Mo, 28. Mai 2018

Drama auf hoher See

21.08.2017 05:56

US-Zerstörer kollidiert: Zehn Matrosen vermisst

Drama auf hoher See: Nach der Kollision eines US-Zerstörers mit einem Handelsschiff werden zehn Matrosen vermisst. Fünf weitere seien verletzt worden, teilte die US-Marine am Montag mit. Der Lenkwaffenzerstörer USS John S. McCain war zuvor mit dem Handelsschiff Alnic MC östlich von Singapur kollidiert.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei die mit Lenkraketen bestückte USS John S. McCain dabei im hinteren Backbordbereich beschädigt worden. Der Grund der Kollision war zunächst unklar. Das Kriegsschiff ist mittlerweile in Singapur angekommen und dockte nach Angaben der US-Pazifikflotte im Hafen des südostasiatischen Stadtstaates an.

Das Ausmaß der Schäden und der Verletzungen der Besatzung würden derzeit untersucht, hieß es. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden seien Such- und Rettungsmaßnahmen eingeleitet worden.

Der US-Zerstörer befand sich den Angaben zufolge nahe der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt zum Hafen von Singapur. Heimathafen des Kriegsschiffes, das zur siebenten Flotte der US-Marine gehört, ist Yokosuka in Japan.

Der Website "Marine Traffic" zufolge handelt es sich bei der Alnic MC um einen unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker, der für den Transport von Öl und Chemikalien im Einsatz ist. Der Tanker wiegt demnach mehr als 30.000 Tonnen. Laut der Hafenbehörde von Singapur gibt es an Bord der Alnic keine Verletzten.

Nach Vater und Großvater von US-Senator John McCain benannt
US-Senator John McCain schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, er und seine Frau beteten für die US-Matrosen. Er bedankte sich zugleich für den Einsatz der Rettungskräfte. Der Zerstörer ist nach dem Vater und dem gleichnamigen Großvater des US-Senators benannt. Beide dienten in der US-Marine als Admiräle.

Auch US-Präsident Donald Trump schickte Gedanken und Gebete:

US-Kriegsschiff nach Kollission beinahe gesunken
Die Kollision des Zerstörers ist bereits das zweite derartige Unglück innerhalb von zwei Monaten. Am 17. Juni war der US-Zerstörer USS Fitzgerald vor der japanischen Küste mit einem Containerschiff zusammengestoßen, sieben Seeleute kamen ums Leben. Das US-Kriegsschiff wurde bei dem Unfall schwer beschädigt. An dem unter philippinischer Flagge fahrenden Containerschiff entstanden lediglich Kratzer am Bug, die 20 Besatzungsmitglieder blieben unversehrt. Die Untersuchung zur Unglücksursache läuft noch. In den vergangenen zehn Jahren gab es in der Gegend etwa 30 Schiffskollisionen.

 krone.at
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