Mi, 18. Oktober 2017

Neue Umfrage zeigt:

20.08.2017 17:00

Die Unzufriedenheit der Österreicher wächst

Selbst die allersüßesten Wahlversprechen können die Stimmung bei den Österreichern nicht wirklich heben: Laut einer aktuellen Umfrage von Unique Research für das Nachrichtenmagazin "profil" meinen zwei Drittel der befragten Österreicher, dass es ihnen gleich gut oder schlechter gehe als noch vor zehn Jahren. Das Voting von krone.at bestätigt dieses Ergebnis: 62 Prozent der 83.000 Teilnehmer sind überzeugt, dass es ihnen schlechter gehe als 2007.

"Der Trend ist leider offensichtlich: Die Zufriedenheit der Österreicher nimmt ab", sagte Politik-Experte Josef Kalina über die neuen Unique-Research-Studie (Grafik unten, Sample 500) im Gespräch mit krone.at. Dies hätte vor allem mit der persönlichen Lebenslage zu tun, stellt dazu sein Firmenpartner, der Marktforscher Peter Hajek, im "profil" fest: "Nur jeder Vierte meint, es gehe ihm besser als vor zehn Jahren."

Zwei Drittel der Österreicher sind sich sicher, dass "es in die falsche Richtung gehe". Kalina: "Wir wissen von anderen Studien, dass die Skepsis bei den Gruppen der berufstätigen 16- bis 65-Jährigen noch größer ist."

Diese starke Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation in Österreich sei auch deshalb etwas überraschend, weil die neuesten Wirtschaftsdaten sowie das Sinken der Arbeitslosenzahlen durchaus eine große Portion Optimismus rechtfertigen würden. Peter Hajek: "Die Österreicher waren bis zum Lehman-Crash 2008 gewöhnt, dass es immer aufwärts ging. Dieses Versprechen hält nicht mehr."

Fast ident fällt die Online-Befragung bei krone.at aus. Auch wir wollten wissen, ob es den Österreichern besser geht als noch vor zehn Jahren. Mehr als 83.000 krone.at-User stimmten ab - und dabei sagten 62 Prozent, dass ihr Leben nicht besser als noch im Jahr 2007 sei. Nur 38 Prozent waren der Meinung, dass sich ihre Lebenssituation verbessert hätte.



Diese allgemeine Unzufriedenheit, so Hajek, wäre ein wichtiger Faktor für die kommende Nationalratswahl am 15. Oktober: "Die Parteien müssten die Menschen mit ihren Botschaften genau dort abholen."

Verraten Sie uns in den Story-Kommentaren, ob auch Sie glauben, dass es uns in Österreich heute schlechter geht als 2007.

Richard Schmitt
Chefredakteur krone.at
Richard Schmitt
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