Fr, 25. Mai 2018

Konkurrenz ist stark

18.08.2017 06:00

Experten halten ein Uno 2.0 für "mutig"

Das Gebäude bleibt, das Grundkonzept bleibt, der Name bleibt: Das Uno Shopping in Leonding wird, wie berichtet, nicht neu erfunden, sondern "neu befüllt". In Österreich relativ unbekannte Firmen sollen es sein. Trotzdem fragen sich Experten bereits, ob das Fachmarktzentrum neben seinem "Big Brother" in Pasching eine Chance hat.

Mit "Superpreisen" und in Österreich völlig neuen Geschäften will die FMZ Uno GmbH ab 21. September ins Bäckerfeld in Leonding locken. Einige Mieter, wie den Sporthändler Muck, verriet die "Krone" bereits, wobei die zweite Hälfte des Gebäudes erst 2018 eingeweiht wird.

Angeknackstes Image erfordert Top-Konzept

Nachdem das Uno vor Jahren den Konkurrenzkampf gegen die PlusCity verloren hat und zahlreiche Wiederbelebungs-Versuche scheiterten, fürchten Profis, dass es auch diesmal nicht leicht wird. Zumal es nicht viel gibt, das der erfolgreiche Nachbar in Pasching nicht bietet, sogar ein Outlet-Center gibt’s nebenan. Werner Prödl vom Linzer City Ring etwa gibt zu: "Ich hätte mich das nicht getraut. Das müssen ganz außergewöhnliche Läden sein, damit der Kaufpark zwischen Linzer Innenstadt und PlusCity bestehen kann. Und das Image des Uno ist ein wenig angeknackst."

Ebenso hätte es Marcus Wild von SES Spar European Shopping Centers, die etwa Varena Vöcklabruck, Weberzeile Ried und Max.Center Wels betreiben, "wahrscheinlich nicht gewagt", ein Einkaufszentrum neben einem anderen zu eröffnen. Und Wild kennt sich aus: Die SCW kämpft gegenüber dem Max.Center schon lange mit Leerständen. Auch Fussl-Chef Ernst Mayr hält ein Uno 2.0 für mutig: "Der Linzer Markt ist sehr umkämpft, es gibt schon viele Einkaufsmöglichkeiten. Das Konzept muss top sein."

Künftige Kunden im Zwiespalt

Einige "Krone"-Leser hätten ein Freizeitcenter gegenüber einem zweiten Einkaufszentrum bevorzugt, andere wiederum freuen sich auf einen kleineren, übersichtlicheren Kaufpark als die PlusCity. Viele glauben aber, das neue Uno sei "zum Scheitern verurteilt".

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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