Fr, 24. November 2017

16.08.2017 14:41

Wohnbauoffensive der Regierung steckt fest

Die von der Regierung 2015 beschlossene Wohnbauoffensive steckt immer noch fest. Derzeit wartet die vor rund einem Jahr eigens gegründete Wohnbauinvestitionsbank (WBIB) noch auf grünes Licht aus Brüssel: Der Ex-s-Bausparkassen-Chef Josef Schmidinger, der nun für die Erste Bank tätig und einer der drei WBIB-Geschäftsführer ist, rechnet mit einem EU-Okay im September.

Danach soll die WBIB in einem ersten Schritt Kredite im Volumen von 700 Mio. Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) aufnehmen und diese Darlehen - versehen mit einer Haftung der Republik Österreich - an die gemeinnützigen Bauträger weitergeben. Das Modell könne selbstverständlich mit Hilfe von Ländern noch auf höhere Quoten aufgestockt werden, so Schmidinger im Ö1-"Morgenjournal".

Der Staat will die geplante Wohnbauoffensive also nicht direkt mit Steuergeldern fördern, sondern über eine Haftung unterstützen. Die Wohnbauinvestitionsbank soll als Gelddrehscheibe für den von der Bundesregierung geplanten Bau von 30.000 leistbaren Wohnungen binnen fünf bis sieben Jahren dienen. Die WBIB ist privatwirtschaftlich organisiert und gehört den großen österreichischen Banken.

"Der Staat hat den Vorteil, dass die Verschuldung nicht ansteigt", erklärte der WBIB-Chef. Gleichzeitig würden Wohnungen geschaffen, die im leistbaren Bereich blieben und durch diese Investitionen zusätzlich Arbeitsplätze in Österreich gesichert, womit auch wiederum der Staat Einnahmen habe. Eine leistbare Wohnung definiert der Wohnbauexperte mit maximal 600 Euro pro Monat für 60 bis 70 Quadratmeter.

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Redaktion
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