Fr, 24. November 2017

Zwergensprache:

15.08.2017 12:44

Das A und O für Babys

Deuten statt brüllen: Kinder können lernen sich mitzuteilen, noch bevor sie sprechen können. Die "Zwergensprache" erleichtert das Leben von Kind und Eltern. Die "Steirerkrone" war zu Besuch bei einem Babyzeichen-Kurs im Grazer Musivana.

"Weint es, weil es hungrig ist?" "Oder ist es müde?" "Vielleicht hat es Bauchweh." "Oder ist ihm einfach nur langweilig?" - Wird ein Baby geboren, beginnt für die Eltern eine neue Zeitrechnung. Die Gedanken kreisen plötzlich nur noch um eines: das Wohlergehen des neuen Familienmitgliedes. Und da bei der Geburt keine Gebrauchsanweisung mitgeliefert wird, sind solche Fragen jene, die speziell in der ersten Zeit alltagsbestimmend sind.

Zwergensprache
"Hätte ich von dieser Technik nur schon beim ersten Kind erfahren", hört Karin Ingolitsch oft von Müttern und Vätern. Die 46-Jährige ist eine von nur drei Frauen, die in der Steiermark die sogenannte Zwergensprache lehren. "Bis ein Kind sich deutlich artikulieren kann, dauert es ja oft Jahre. Mit ein paar einfachen Zeichen ist es jedoch schon Kleinkindern früh und gut möglich, Wünsche und Gedanken auszudrücken", erzählt die Erziehungswissenschafterin.

"Papa, ich bin müde"
Der Familienalltag wird bereits mit der Anwendung von einigen wenigen Begriffen wesentlich entspannter. "Mama, Hunger". "Papa, ich bin müde". "Ich möchte ein Buch anschauen" und dergleichen: "Es sind vor allem die täglich immer wiederkehrenden Standards, die bei der Zwergensprache fokussiert werden", sagt Ingolitsch.

Mit 6 Monaten geht’s los
Dass aber auch ganze Geschichten in den schillerndsten Farben nur mit bloßen Händen erzählt werden können, zeigt ein Besuch bei einem Babyzeichen-Kurs im Grazer Musivana. Eine aufregende Schifffahrt über das blaue Meer wird da genauso besungen wie Besuche auf dem Rummelplatz oder verregnete Stunden mit Huhn und Hund am Bauernhof. Die Zuhörer haben vor allem eines gemeinsam: den interessierten Blick und das zarte Alter. "Ein Beginn zwischen sechs und neun Monaten ist zum Lernen ideal", weiß Karin Ingolitsch. Leider gilt aber auch schon für die Kleinsten die Regel der Größeren. "Man muss die erlernten Zeichen tagtäglich wiederholen und sehr konsequent sein, sonst bringt das alles nichts".

Alle Infos und Kursdaten finden Sie hier

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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