So, 17. Dezember 2017

RB Leipzig

13.08.2017 13:13

"Populistisch!" Ralf Rangnick kontert Kritik

RB Leipzig steht in der deutschen Bundesliga aufgrund der Millionenzuwendungen von Red Bull häufig in der Kritik. Zuletzt hatte sich Gladbach-Manager Max Eberl beklagt: "RB Leipzig braucht scheinbar kein Geld einzunehmen. Das zeigt ja schon ein einfacher Blick auf das Transferdefizit der letzten vier Jahre: RB gab, wie man hören konnte, etwa 150 Millionen Euro für Spieler aus und nahm im Gegenzug kaum etwas ein." Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat die Kritik seines Kollegen am Transferverhalten der Sachsen nun gekontert.

"Wenn wir in dieser Saison auch nur zwei Spieler von uns verkauft hätten, hätten wir alles, was wir jemals ausgegeben haben, wieder reingeholt", sagte der frühere Sportdirektor von RB Salzburg der "Welt am Sonntag".

Eberl wisse das, so Rangnick. "Deshalb empfinde ich seine Aussagen als ein bisschen populistisch." Laut Eberl zeige das Transferdefizit der vergangenen Jahre, dass Leipzig offenbar kein Geld auf dem Transfermarkt einnehmen müsse. Zudem hätte Leipzig eine ganz andere Ausgangsposition auf dem Transfermarkt und könne es sich leisten, ein 75-Millionen-Euro-Angebot für Naby Keita abzulehnen. Die Borussen und ganz viele andere Vereine in der Bundesliga könnten das nicht.

"Jeder Klub kann Nein sagen"
"Jeder Klub kann grundsätzlich Nein sagen. Und wahrscheinlich hätte das jeder Klub, der sportlich ambitioniert ist, genauso gemacht wie wir", sagte Rangnick. Zudem würden Eberl die Insiderinformationen zu RB fehlen. "Es ist ja nicht so, dass wir pauschal sagen, wenn irgendeiner unserer Spieler so ein Angebot bekommt, werden wir ihn zu keinem Zeitpunkt jemals abgeben. Aber wir müssen doch abwägen. Wenn wir Keita in diesem Jahr für 70 oder 80 Millionen Euro abgeben, was bringt uns das im Vergleich zu der Summe, die wir nächstes Jahr so oder so bekommen."

Leipzig halte sich an das Financial Fair Play des europäischen Verbandes UEFA, so Rangnick. In dieser Saison haben die Sachsen für ihre fünf Neuzugänge rund 40 Millionen Euro ausgegeben. Große Verkaufserlöse beim Klub der Österreicher Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer gab es nicht.

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