Mo, 18. Dezember 2017

Kein Kavaliersdelikt

13.08.2017 06:55

Laser-Attacken hart bestrafen

Laserangriffe auf Flugzeuge sind keine Kavaliersdeleikte, sondern sehr gefährlich, warnen Experten nach der aktuellen Attacke dreier Schüler mit einem Laserpointer beim Linzer Flughafen - wir berichteten. Solche Laserpointer sind im Internet um wenig Geld zu haben.

"Wir waren in der Nähe, so  haben wir die Burschen schnell erwischt", schildert ein Beamter  der Polizeiinspektion Pasching. Das Trio habe auf einer Parkgarage mit einem Laserpointer zuerst in der Gegend herumgeleuchtet. Als die beiden Flugzeuge kamen, nahmen sie diese ins Visier. "Sie waren sich der Gefahr nicht bewusst", sagt der Beamte.

Gefährdung der Luftfahrt
Das Problem:  Ein Laserpointer der Klasse 3, wie ihn das Trio hatte,  darf   gar nicht  verkauft werden, ist aber im Internet um wenig Geld erhältlich.  "Das ist kein Kavaliersdelikt und kein Spaß, es besteht durch die Blendung für den Piloten eine Gefahr. Das ist eine Gefährdung der Luftfahrt", warnt Peter Schmidt von der Flugsicherungsbehörde Austro Control. Jährlich gäbe es zwischen 20 und 30 Vorfälle dieser Art.

Attacke auf Notarztheli

Zur Erinnerung: Vor Jahren wurde ein ÖAMTC-Notarztheli mit einem Schwerverletzten an Bord beim Steyrer Spital per Laser attackiert, die Täter  ausgeforscht. Die ACA (Austrian Cockpit Association) forderte nach dem Laser-Angriff auf ein Passagierflugzeug in Wien, dass der Besitz von Laserpointern der stärksten Klassen ins Waffengesetz aufgenommen werden müsste. Für strenge Konsequenzen ist auch Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (VP): "Man muss Kindern und Jugendlichen bewusst machen, wie gefährlich Laserpointer sind, wenn Sie missbräuchlich eingesetzt werden.  Sie dürfen nicht als Waffen verwendet werden, ein Missbrauch muss streng geahndet werden."

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

Angriff ist Fall fürs Gericht

Die Polizei hat die Täter, die in Pasching zwei Maschinen mit Laserpointern blendeten (siehe Bericht oben) rasch ausgeforscht - und sie werden sich vermutlich vor Gericht verantworten müssen. Ermittelt wird in diesem Fall wegen Gemeingefährdung, worauf sogar mehrjährige Haftstrafen stehen. In Wien wurde ein 16-Jähriger vor Gericht gestellt, der den Piloten eines Polizeihubschraubers blendete. Es gab eine Diversion. Ganz anders ein Urteil in Hamburg: Dort musste ein 19-Jähriger  in den Jugendarrest, weil er vier Jets und einen Hubschrauber mit einem Laserstrahl attackiert hatte.

Robert Loy, Kronen Zeitung

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