Sa, 18. November 2017

Moto2-Klasse

12.08.2017 08:49

Sturzorgie in Spielberg: Tempojagd bis zum Abflug

Regen löste in der Moto2 zum Trainingsauftakt in Spielberg eine Sturzorgie aus - das gehört zum Geschäft!

Regengüsse sorgten am Freitag beim ersten freien Training auf dem Red Bull Ring für Serienstürze in der Nachwuchsklasse Moto2. Die Topstars der MotoGP blieben in Spielberg auf  trockener Strecke in ihren ersten beiden Trainings verschont, waren aber sehr nachdenklich.  Denn auch für sie wird’s unfreiwillige Ausflüge ins Kiesbett geben, da sind sich die Experten sicher: Stürze sind im Motorrad-Zirkus Teil des Geschäfts! 146-mal flogen die Top-Piloten der "Königsklasse" allein in der ersten Saisonhälfte unsanft von ihren Bikes!

"Crash-King"  der ersten neun Rennen vor der  Sommerpause war Aprilia-Pilot Sam Lowes: Der britische Neueinsteiger "küsste" im Training, Qualifying und Rennen gleich 14-mal unsanft den Asphalt. Auf Platz zwei liegt vor dem heutigen Qualifying der amtierende Weltmeister: Marc Márquez stieg heuer schon 13-mal "vorzeitig ab" - der Spanier, den es im Vorjahr in Spielberg im Training schwer erwischte, liebt die Tempojagd am und über dem Limit: "Nach den vielen Stürzen in der Moto2 war ich aber etwas vorsichtiger!"

Mit elf Stürzen liegt der Brite Cal Crutchlow momentan auf Rang vier im schmerzhaften Ranking. Er ist der "Rekord-Crasher" der Vorsaison. 26-mal schrottete er sein Gerät. Zuletzt knallte er in Brünn mit 150 km/h in die Abgrenzung, fuhr aber trotz schwerer Prellungen das Rennen.

Rossi bleibt vorsichtig
Superstar Valentino Rossi verzichtet so gut es geht auf unfreiwillige Stunts: Mit nur zwei Stürzen gilt der 38-Jährige nicht nur heuer als einer der Vorsichtigsten. In Le Mans aber erwischte es auch den "Doctor": "Und das fünf Kurven vorm Sieg."
Im mobilen Renn-Spital "Clinica Mobile" werden die Piloten verarztet: "Am öftesten kommen die jungen Wilden der Moto 2 und 3 zu uns", sagt Dr. Michele Zasa, "denn die kämpfen am Limit um Verträge."

Volker Silli, Kronen Zeitung

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