Sa, 18. November 2017

„Krone“-Interview

11.08.2017 17:08

Junuzovic: „Für die Bayern kann es eng werden“

Vor dem Saisonauftakt mit der ersten DFB-Pokal-Runde spricht Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic im Interview über die siebente Saison in Deutschland und den "Ösi"-Boom.

"Krone": Sladdi, sind die Bayern auch in dieser Saison in Deutschland unantastbar?
Zlatko Junuzovic: Unantastbar würde ich nicht sagen. Und da bezieh ich mich gar nicht auf ihre Testspiele, die haben wenig Aussagekraft. Sie sind Titelfavorit Nummer eins. Aber Dortmund, Leipzig und auch Hoffenheim haben das Zeug, um sie zu ärgern. Für die Bayern kann es diesmal eng werden!

Werder Bremen war der "FC Hollywood" der Liga, 61 Treffer, mit 64 Gegentoren aber die meisten der Liga. Ändert sich die Spielanlage?
Es ist eines unserer Hauptziele, weniger Gegentore zu bekommen. Das ist aber nicht nur eine Frage der Abwehr, sondern des gesamten Teams. Wichtig ist jetzt, die erste Pokal-Runde am Sonntag in Würzburg zu überstehen, dann in den schwierigen ersten Liga-Partien gegen Hoffenheim, Bayern, Hertha, Schalke, Wolfsburg so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.

25 Österreicher stehen in der ersten deutschen Bundesliga unter Vertrag, wie erklärst du dir diesen Boom?
Eine Wahnsinns-Zahl! Ich weiß noch, als ich vor fünfeinhalb Jahren nach Deutschland gekommen bin, waren es gefühlt eine Handvoll. Jetzt sind wir 25. Das spricht für die positive Entwicklung im österreichischen Fußball. Und rückt auch die österreichische Liga in ein anderes Licht. So schlecht kann sie nicht sein, denn viele, nicht nur ich, sind diesen Weg gegangen.

Was macht Fußball in Deutschland so elektrisierend?
Die Liga verlangt dir wirklich alles ab. Extrem stressig! In jedem Spiel, nein in jedem Training, musst du ans Limit gehen. Da kann jeder kicken. Letzte Saison hat uns der abgeschlagene Letzte Darmstadt eine Halbzeit lang richtig hergespielt, hätte 4:0 führen müssen. Wenn du als Team 115 bis 120 Kilometer Laufleistung schaffst, bist du am Sieg näher dran. 110 bis 112 Kilometer reichen meistens nicht. Aber marschieren allein reicht natürlich nicht, mit dem Ball musst du schon auch was können.

Wie geht’s deiner beleidigten Achillessehne?
Ein wenig wird's noch dauern, ich muss geduldig bleiben. Schwer zu sagen, ob ich in ein paar Tagen oder in zwei Wochen spiele.

Alexander Hofstetter, Kronen Zeitung

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