Mi, 22. November 2017

Schüler als Täter

12.08.2017 06:52

Laser-Attacke auf zwei Flugzeuge in Linz

Erneut kam es auf dem Linzer Flughafen zum einem gefährlichen Zwischenfall: Drei Schüler blendeten mit ihrem Laserpointer die Piloten einer Passagiermaschine der AUA mit 50 Fluggästen beim Landen und kurz danach die Piloten einer Boeing 757 aus der Schweiz. Sie mussten die Landung abbrechen und ausweichen.

Erst am 26. Juli wäre es, wie berichtet, wegen einer Drohne beinahe zu einer Katastrophe gekommen, als diese einer zweimotorigen "Diamond Twin Star" zu nahe kam. Weitaus schlimmer hätte die Attacke dreier Schüler aus Leonding mit ihrem grünen Laserpointer enden können, die sich Donnerstagabend ereignet hat.

Co-Pilot gewarnt
Als eine Dash-8/400 der AUA mit 50 Fluggästen an Bord aus Düsseldorf kommend landen wollte, wurde das Cockpit mehrmals vom grünen Strahl getroffen. Der Pilot (41) aus Kirchberg-Thening bemerkte dies, warnte seinen Co-Piloten, nicht in den Strahl zu blicken. "Dadurch verlief die Blendung nicht sehr stark und die Maschine konnte ganz normal und sicher gelandet werden", so Polizei-Sprecherin Heidi Klopf.

Piloten stark geblendet
Dramatischer verlief dann der Landeanflug einer Boeing 757: Deren Pilot (58) und sein Co der Frachtmaschine wurden vom Strahl so stark geblendet, dass ein ungestörtes Landen unmöglich war. Sie mussten ein Ausweichmanöver durchführen, bevor sie landen konnten.

Drei Schüler gefasst

Kurz danach waren drei Schüler (14, 15)  auf  einer Parketage der PlusCity als Täter gefasst. Sie wurden wegen Gemeingefährdung und Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt angezeigt. Der Strafrahmen beträgt bis zu zehn Jahren Haft.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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