Mi, 23. Mai 2018

Ausfallsbilanz

11.08.2017 08:35

Österreicher 2016 im Schnitt 24 Minuten ohne Strom

Stromkunden in Österreich waren im Vorjahr wegen ungeplanter Stromausfälle durchschnittlich 24 Minuten ohne Strom. Damit ist die durchschnittliche Ausfalldauer um drei Minuten gesunken, 2015 waren es noch 27 Minuten gewesen. Gründe dafür waren laut der Regulierungsbehörde E-Control vor allem Unwetter und technische Probleme wie Trafoausfälle oder durchtrennte Kabel bei Bauarbeiten.

Die meisten Ausfälle habe es im April, Juni und Juli 2016 gegeben - wegen atmosphärischer Einwirkungen wie Gewitter oder Sturm, so die E-Control am Freitag. Die häufigste Ursache seien natur- und witterungsbedingte Ereignisse gewesen. Am zweithäufigsten seien ungeplante Ausfälle von Netzbetreiber-internen Ereignissen wie Trafoausfällen, Alterung oder Überlastung ausgelöst worden. Die wenigsten ungeplanten Ausfälle seien im Oktober verzeichnet worden.

Rechnet man die geplanten Unterbrechungen dazu - etwa im Zuge von Bau- oder Wartungsarbeiten -, hatten die Kunden rund 38 Minuten keinen Strom. 2015 waren es etwas mehr als 42 Minuten. Insgesamt meldeten die Stromnetzbetreiber für 2016 rund 16.000 Versorgungsunterbrechungen, das waren um knapp 200 weniger als im Jahr davor.

Versorgungssicherheit hat hohen Stellenwert
Im europäischen Vergleich liege Österreich bei den Stromausfällen nach wie vor im sehr guten oberen Bereich, so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Die Niederlande beispielsweise hatten 2014 - neuere Zahlen für alle Länder liegen laut E-Control noch nicht vor - eine Stromausfallsdauer von durchschnittlich 23 Minuten, Frankreich 50 Minuten, Italien 94 Minuten und Tschechien 121 Minuten.

Die Versorgungssicherheit habe einen hohen Stellenwert, verwies E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer auf Berechnungen der Linzer Johannes-Kepler-Universität, wonach bei einem österreichweiten Blackout von 24 Stunden volkswirtschaftliche Kosten von mehr als 800 Millionen Euro entstünden.

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