Fr, 24. November 2017

Tipp der Woche

18.10.2017 16:59

Virenschutz für den PC: Darauf kommt es an

Per Schadsoftware können Kriminelle an Ihre persönlichen Daten gelangen, Ihren Computer lahmlegen oder diesen "kapern", um Lösegeld zu fordern. Wie Sie sich bestmöglich gegen diese Risiken schützen können, erfahren Sie hier.

1. Sicherheitsupdates
Installieren Sie unbedingt zeitnah, idealerweise automatisiert, die Sicherheitsupdates Ihres Betriebssystems. Gleiches gilt für andere Programme wie Browser oder E-Mail-Clients.

2. Antivirus-Software
Verwenden Sie einen aktuellen Virenschutz. Kaufsoftware ist kostenlosen Programmen in den meisten Fällen vorzuziehen, da diese häufiger aktualisiert wird, einen besseren Funktionsumfang bietet, meist eine integrierte Firewall und einen besseren Phishing-Schutz hat. Für jede Antivirus-Software gilt:

  • Stellen Sie sicher, dass der Virenscanner permanent läuft (die Systemleistung wird dadurch in den meisten Fällen nicht mehr nennenswert beeinflusst).

  • Führen Sie regelmäßig einen Komplettscan durch (etwa über Nacht).

  • Aktivieren Sie die automatische Update-Funktion, damit die die Software aktuelle Virendefinitionen verwenden kann.

Installieren und nutzen Sie auf jeden Fall eine Firewall (Bestandteil vieler Antivirus-Suiten), um die Kontakte von Ihrem Computer bzw. Ihrem Netzwerk zur Außenwelt zu kontrollieren und zu verwalten.

3. Keine dubiosen Datenquellen
Verwenden Sie niemals unsichere Datenquellen wie gefundene USB-Sticks oder andere Datenträger. Nutzen Sie keine dubiosen Internetseiten für Downloads. Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge von Absendern, die Sie nicht sicher kennen. Lassen Sie sich versteckte Dateierweiterungen anzeigen (im Windows Explorer von Windows 10 über "Ansicht"- "Ein-/ausblenden" - "Dateinamenerweiterungen"), um gefährliche, ausführbare Dateien, die als harmlose Dateien getarnt sind, zu entlarven (z.B. ein "Ferienbild.jpg", das in Wahrheit ein virenverseuchtes "Ferienbild.jpg.exe" ist).

4. Browser-Sicherheit
Browser können ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Eine Internetseite aufzurufen, kann bereits ausreichen, um Viren oder Trojaner auf den Computer zu laden. Sogenannte Drive-by-Downloads (Missbrauch aktiver, auf dem lokalen Rechner ausgeführter Funktionen wie Java, Javascript, ActiveX) verhindern Sie, indem Sie zum Surfen ein Nutzerkonto mit eingeschränkten Rechten verwenden und aktive Inhalte blocken. Dazu gibt es browserspezifische Plug-ins (z.B. NoScript für Firefox). Darüber hinaus empfiehlt es sich, die automatische Annahme von Cookies zu unterbinden.

5. Passwörter und Backups
Verwenden Sie sichere Passwörter (mindestens acht Zeichen, Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) und geben Sie diese niemals weiter. Erstellen Sie zudem regelmäßig von Ihren Daten externe Backups und verwahren Sie diese sicher an einem geschützten Ort.

 krone.at
Redaktion
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