Di, 17. Oktober 2017

Staub-Ärger in USA

09.08.2017 16:29

Voest ließ schon den Putztrupp kommen

Der zweithöchste Gewinn der Konzerngeschichte, der Umsatz dürfte sich am Ende des Geschäftsjahres bei 12 Milliarden € einpendeln! Die Voestalpine legte gestern für die ersten drei Monate 2017/18 beeindruckende Zahlen vor. "Es geht uns außerordentlich gut", sagt Vorstandschef Wolfgang Eder. Abseits davon hat der von Linz aus agierende Technologiegüterkonzern weiter mit Nachbarn in den USA zu kämpfen.

"Die Dimensionen des unliebsamen Vorfalls sind überschaubar", sagt Voestalpine-Boss Wolfgang Eder. Trotzdem ist die Situation noch nicht ausgestanden: In der Hochlaufphase der neuen Direktreduktionsanlage in Texas wurde schwarzer Staub in eine Wohnanlage geweht.

Bald Entscheidung über Klage
Schuld seien starke Stürme gewesen. Mit einem Teil der Nachbarn, etwa 20 bis 30 Haushalten, gab’s  bereits eine Einigung. "Wir haben Autos waschen lassen und Häuser gereinigt", sagt Voestalpine-Sprecher Peter Felsbach. Der andere Teil hat sich dazu entschieden, eine Sammelklage einzubringen. Diese Woche soll sich entscheiden, ob diese zugelassen wird.

"Fell des Bären nicht verteilen"
Die Entscheidung, ob ein neues Edelstahlwerk in Kapfenberg gebaut wird, soll sich im September entscheiden. "Die steirischen Behörden zeigen guten Willen, aber Themen wie die dritte Landebahn in Wien oder der Westring, bei dem schon fünfmal die Eröffnung der Baustelle gefeiert wurde, machen vorsichtig", sagt Eder, "man sollte das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er nicht erlegt ist."

Vorbereitungen in Linz laufen
Bereits fix: In die Reparatur des großen Hochofens in Linz investiert der Konzern, bei dem erstmals über 50.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt sind, nächstes Jahr 160 Millionen Euro. Sie wird 100 Tage dauern. Eder: "Die Vorproduktion für den Stillstand ist schon angelaufen."

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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