Do, 23. November 2017

krone.at-Ratgeber

27.08.2017 06:00

Fenster zur Welt: Was beim Monitorkauf wichtig ist

Er ist das Fenster zur digitalen Welt, vielen PC-Nutzern aber gar nicht so wichtig wie der PC unterm Schreibtisch: der Monitor. Dabei gibt es heute eine eindrucksvolle Vielfalt - von extrem scharfen 4K-Monitoren über krumme oder extrabreite Modelle für Multi-Tasker bis hin zu Modellen mit extraschnellen Schaltzeiten, die vor allem für Gamer gedacht sind. Wir bringen Ordnung ins Chaos und erklären Ihnen, worauf Sie beim Monitorkauf wirklich achten sollten.

Die wichtigste Faustregel: Bei Monitoren gilt wie bei TV-Geräten das Credo "Größer ist besser". Greifen Sie also im Zweifel zum größten Monitor, der Ihrem Budget entspricht. Und wenn es das Budget erlaubt, nehmen Sie auch gleich 4K-Auflösung mit.

Auch, wenn Sie die ultrahohe Auflösung jetzt noch nicht brauchen, überdauern Monitore doch oft Generationen von Zuspiel-PCs und spätestens in einigen Jahren, wenn 4K-Inhalte an Verbreitung gewonnen haben und die Grafikkarte des neuen PCs Games so scharf berechnen kann, freuen Sie sich darüber.

IPS-Displays lassen sich seitlich besser ablesen
Freilich reicht momentan auch noch ein 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung, mehr Freude und Zukunftssicherheit versprechen aber hochauflösende Modelle jenseits der 27 Zoll. Unabhängig von Diagonale und Auflösung sollten Sie beim Monitorkauf auf die Bildschirmtechnologie achten. Machen Sie nach Möglichkeit einen Bogen um günstige, aber blickwinkelabhängige TN-Panels und greifen Sie stattdessen zu blickwinkelstabilen IPS-Bildschirmen!

Geringe Reaktionszeit und Sync-Technik für Gamer
Gamer sollten außerdem darauf achten, dass ihr Monitor mit schnellen Reaktionszeiten aufwartet - 5 Millisekunden oder weniger. Sie freuen sich außerdem über Bildverbesserungstechnologien wie G-Sync (bei Nvidia-Grafikkarten) oder Freesync (bei AMD-Grafikkarten), mit denen die Bildraten von Monitor und Grafikkarte angeglichen werden.

Touchscreens zahlen sich nur für wenige User aus
Einen Touchscreen brauchen nur Nutzer, die Windows 10 verwenden und nah genug am Monitor sitzen, um ihn auch tatsächlich mit dem Finger zu bedienen. Alle anderen können ruhig einen Monitor ohne Touch-Option nutzen.

Oft unterschätzt, aber ein nettes Extra: Ein höhen- und neigungsverstellbarer, womöglich sogar mit drehbarer Aufhängung ausgestatteter Monitorfuß erhöht die Ergonomie.

Kreative achten auf die Farbdarstellung
Wer professionelle Ansprüche an die Darstellungsqualität hat, wird sich auch für die Genauigkeit der Farbdarstellung interessieren. Für den privaten Einsatz reichen hier die Fähigkeiten der meisten Monitore völlig aus, Kreative mit einem Hang zur Foto- und Videobearbeitung sollten aber darauf achten, dass der unterstützte Farbraum 99 bis 100 Prozent sRGB ist und man die Farbtemperatur per Menü ändern kann. Die Möglichkeit, verschiedene Farbprofile am Monitor zu speichern, ist für diese Zielgruppe ein Plus.

Die Anschlüsse müssen zusammenpassen
Beim Monitorkauf sollte man auch auf die Kompatibilität der Anschlüsse achten. DVI, HDMI, Displayport - die meisten PCs bieten heute mehrere Bildschirmanschlüsse, die natürlich mit dem Bildschirm zusammenpassen müssen. Vor allem bei der Anschaffung eines 4K-Monitors sollten Sie deshalb darauf achten, dass Ihr PC auch entsprechende Bilder zuspielen kann.

Der DVI-Anschluss reicht hier nicht mehr aus und wird vom Nachfolger Displayport verdrängt. Wer einen veralteten HDMI-Anschluss nach Version 1.4 im Rechner hat und einen 4K-Monitor anschließt, der den aktuellen Standard HDMI 2.0 bräuchte, ärgert sich später, dass der PC den Monitor nicht in nativer Auflösung bei hohen Bildraten ansteuern kann. Probleme, die man sich spart, wenn man gleich auf die richtige Anschlussausstattung bei PC und Monitor schaut.

Mehr Bildfläche erleichtert das Arbeiten
Interessant für all jene, die viel am Bildschirm arbeiten, kann eine Investition in ein Maximum an Bildfläche sein. Die erhält man entweder von einem einzelnen Monitor im extrabreiten 21:9-Format oder von gleich zwei Bildschirmen im Dual-Monitor-Setup. Weil die 21:9-Modelle mit unkonventionellen Auflösungen wie 3440 mal 1440 Pixeln arbeiten, haben sie zwar auch Tücken - etwa schwarze Balken links und rechts bei Videos im klassischen 16:9-Format. Wer mit vielen Fenstern parallel arbeitet, könnte das Mehr an Arbeitsfläche aber dennoch schätzen.

Wer sich für zwei Monitore entscheidet, sollte diese zeitgleich kaufen. Ansonsten kann es passieren, dass die Farbdarstellung der beiden Bildschirme leicht variiert und man beim Versuch, sie doch noch aneinander anzugleichen, die psychische Gesundheit gefährdet. Selbst beim gleichen Modell eines Herstellers kann es zu Darstellungsunterschieden kommen, wenn die Geräte aus verschiedenen Chargen stammen. Deshalb: Lieber gleich zwei idente Geräte erwerben!

Tipp: Während sie bei Benutzern eines einzelnen Monitors durchaus eine Glaubens- und Geschmacksfrage sind, können gekrümmte Monitore bei Setups mit zwei Bildschirmen eine praktische Sache sein. Aneinander gereiht, sorgen zwei krumme Monitore für viele Menschen für ein besseres "Mittendringefühl" und einen saubereren Übergang als plane Modelle.

Manche Monitore haben gewisse Extras
Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Wahl des Monitors sind bei vielen Nutzern neben Auflösung, Diagonale, Bildformat und Paneltechnologie auch Extras wie in den Monitor integrierte USB-Hubs, Speicherkartenleser, Lautsprecher oder gar kabellose Smartphone-Ladestationen. Manch ein Monitor kann auch mit mehreren PCs angesteuert werden und wechselt per Schalter das Zuspielgerät. Auch die Optik kann eine Rolle spielen, manch ein Monitor gibt sich mit extradünnen Rändern ums Display besonders sexy. Hier gilt allerdings: Mehr Extras oder hübschere Optik gehen schnell mit höheren Preisen einher.

Kauf im Elektronikhandel erspart Überraschungen
Ein abschließender Tipp: Sehen Sie Probe! Während man andere Hardware durchaus auf Basis der benötigten Leistungsdaten kaufen kann, ohne böse Überraschungen zu erleben, sollte man Monitore vor dem Kauf etwa bei einem Elektronikhändler probesehen. Fallen schon im Shop übermäßige Spiegelungen auf, missfällt das Design oder ist der Bildschirmrahmen für den eigenen Geschmack zu dick, kann man sich gleich nach einer Alternative umsehen.

Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden