So, 20. Mai 2018

"Sicher mit Absicht"

09.08.2017 10:49

Paris: Auto rast in Gruppe von Soldaten

In einem Vorort von Paris sind am Mittwoch mehrere Soldaten von einem Fahrzeug angefahren worden. Sechs Personen seien verletzt worden, zwei davon schwer, teilte die örtliche Polizeipräfektur mit. Es schwebe aber niemand in Lebensgefahr. Die Sicherheitskräfte waren im Rahmen der Anti-Terror-Patrouille "Operation Sentinelle" im Einsatz. Bürgermeister Patrick Balkany sagte, es gebe "keinen Zweifel", dass die Tat absichtlich begangen worden sei.

Der Fahrer konnte nach Polizeiangaben mit seinem Wagen fliehen. Die Behörden suchen im Vorort Levallois-Perret nach dem verdächtigen Fahrzeug. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um einen dunklen BMW handeln.

Mit hoher Geschwindigkeit in Gruppe gerast
Die Soldaten wurden vor einer Kaserne im Zentrum von Levallois angefahren, berichtete Bürgermeister Balkany. Der BMW sei "sehr schnell" auf die Soldaten zugerast, als diese aus der Kaserne gekommen seien.

Die Soldaten patrouillierten im Zuge der Anti-Terror-Mission "Operation Sentinelle" in dem Vorort im Nordwesten von Paris. Der Inlandseinsatz "Sentinelle" (Wache oder Wachposten) wurde nach den islamistischen Anschlägen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Jänner 2015 in Paris ins Leben gerufen.

Die Soldaten bewachen unter anderem Synagogen, Flughäfen, Bahnhöfe und Touristenattraktionen wie Museen oder den Pariser Eiffelturm.

Sicherheitskräfte in Paris oft im Visier von Attentätern
Dabei werden sie selbst immer wieder Ziel von Angriffen. Im März war ein Mann am Pariser Flughafen Orly bei einer Attacke auf patrouillierende Soldaten erschossen worden.

Am Samstagabend hatte ein Angreifer am Eiffelturm ein Messer gezückt und "Allah ist groß" geschrien. Patrouillierende Soldaten forderten ihn auf, das Messer wegzulegen, er ließ sich widerstandslos festnehmen. Der in Mauretanien geborene Franzose wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

Aktuelle Bilder aus Levallois-Perret:

 krone.at
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