Do, 24. Mai 2018

"Kein Einsatz mehr"

08.08.2017 18:29

Pöbel-Ordner: Jetzt meldet sich Rapid zu Wort!

Auch zwei Tage nach dem packenden 2:2-Remis im Wiener Derby zwischen Rapid und Austria gibt es noch reichlich Gesprächsstoff rund um dieses Spiel. Die Verantwortlichen von Rapid nahmen nun zu den "Schönheitsfehlern" Stellung.

Nicht angemessen hat ein oft im TV-Bild präsenter Fanordner in der Schlussphase der Partie seine Funktion ausgeübt. "Wir haben ihm bereits klar kommuniziert, dass er seine Aufgabe im konkreten Fall nicht korrekt erfüllt hat und er wird auch als Ordner am Spielfeldrand nicht mehr zum Einsatz kommen", stellt Klubservice-Leiter Andy Marek klar. Für Aufregung sorgte heute ein verbreiteter Zeitungsartikel, in dem zu lesen ist, dass dieser Fanordner 2011 beim Platzsturm dabei war und auch Stadionverbot hatte.

Gleichzeitig hielt der 55-jährige Niederösterreicher fest: "Tatsache ist, dass dieser junge Mann damals am Feld war, aber er hat dabei und auch darüber hinaus nie ein Gewaltdelikt begangen. 2011 wurde er mit einem Jahr Stadionverbot belegt und hat diese Strafe auch verbüßt. Nachdem er sich wenige Jahre später aus der Fanclubszene zurückgezogen hat, bewarb er sich bei uns zur Mithilfe bei Heim- und Auswärtsspielen und übte seither sehr ordentlich diverse Aufgaben, vom Verkauf von Tickets bei Auswärtspartien über die Betreuung von Ball- und Begleitkindern bis hin zu Ordnertätigkeiten, aus."

Er habe auch die dafür nötige Ordnerschulung absolviert und "damals einen offiziellen Ordnerausweis der Bundesliga" erhalten. "Beim Derby selbst wurde er kurzfristig in den Cornerbereich gerufen, um in der hitzigen Phase mitzuhelfen, dass dort keine Gegenstände mehr auf das Spielfeld geworfen werden. Diese Aufgabe hat er aber wie erwähnt leider nicht korrekt ausgeübt", betonte Marek.

Werfen von Gegenständen "schadet Rapid"
Rapid hat zudem das Fehlverhalten der eigenen Fans beim Derby verurteilt. "Das ist gefährlich und schadet zudem dem SK Rapid auch dann, wenn glücklicherweise nichts passiert", so Geschäftsführer Christoph Peschek. In der Schlussphase des Spiels, in dem Rapid einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte, waren Gegenstände aufs Spielfeld geflogen. Deshalb hatte Schiedsrichter Alexander Harkam die Spieler für einige Minuten in die Kabine geschickt.

"Wie immer wird es bei Identifizierung von Übeltätern auch dementsprechende Konsequenzen von Vereinsseite geben. Bei allem Verständnis für Emotionen, die gerade bei so einem hitzigen Spiel mit Provokationen durch Spieler der Gäste, aber auch klar ersichtlichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter ausgelöst werden, muss jedem klar sein, dass selbst vermeintlich harmlose und kleine Gegenstände sowohl bei Spielern beider Klubs, aber auch bei Unparteiischen, Ordnern oder Ballkindern Verletzungen verursachen können. Das ist gefährlich und schadet zudem dem SK Rapid auch dann, wenn glücklicherweise nichts passiert", erklärte Peschek.

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